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Freiburg/Rust

Soziologin: „Miss Germany“-Wahl ist „Gewalt in den Köpfen“

Bei der Wahl zur „Miss Germany“ kommende Woche machen sich die Kandidatinnen aus Sicht einer Expertin selbst zum Opfer.

17.02.2018

Von dpa

Freiburg/Rust. „Bei Schönheitswettbewerben spielt nach wie vor eine entscheidende Rolle, was der französische Soziologe Pierre Bourdieu als „symbolische Gewalt“ bezeichnet hat: die Gewalt, die unter Mittäterschaft derjenigen praktiziert wird, die darunter zu leiden haben“, sagte die Soziologin Nina Degele von der Uni Freiburg dem „Spiegel“. In dem Fall seien das die Bewerberinnen.

„Das ist die Gewalt in den Köpfen - eine Frau muss ein bestimmtes Aussehen haben, damit sie die Anerkennung von den Menschen bekommt, auf die es ankommt. Und das sind nun mal vor allem Männer.“ Dass sich zum ersten Mal Frauen bewerben durften, die Kinder haben oder verheiratet sind, mache das Ganze nicht besser. „Dass Mütter und Ehefrauen bisher ausgeschlossen waren, ist nur der Gipfel der Unverschämtheit.“

22 junge Frauen treten am 24. Februar im Europa-Park in Rust zur Wahl der „Miss Germany“ an. „Miss Germany“ ist den Veranstaltern zufolge der älteste Schönheitswettbewerb in Deutschland, es gibt ihn seit 1927. Gewählt wird die Schönheitskönigin für ein Jahr.

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Erstellt:
17. Februar 2018, 15:17 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2018, 11:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2018, 11:50 Uhr

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