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Sorgenvoller Blick in die USA

15.08.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Gut liefen die Geschäfte der 30 im Deutschen Aktienindex Dax gelisteten Konzerne zwischen April und Juni nicht. Der Umsatz ging insgesamt um ein Prozent auf 326 Milliarden Euro zurück, der Betriebsgewinn um sieben Prozent auf knapp 30 Milliarden. Weder diese Ergebnisse, noch der Brexit, die Krise in der Türkei und der Präsidentschaftswahlkampf in den USA und die Befürchtung, dass Donald Trump Präsident werden könnte, treiben die Börsianer derzeit um. Im Gegenteil: Die Kurse sind so deutlich gestiegen, dass es Börsianern und Analysten mulmig wird.

Auch in den USA erreichte die Börse neue Höchststände. Dabei verweisen Experten wie Lutz Klaus vom Frankfurter Investmentfondsanbieter Tungsten oder Eberhardt Unger vom Analysehaus Fairesearch auf die massiven Aktienrückkäufe der Unternehmen. Dadurch verringert sich die Zahl der ausgegebenen Aktien, es erhöht sich der Gewinn pro Aktie, was die Kurse treibt – ohne dass der Überschuss des Unternehmens tatsächlich steigt. Weil die US-Börse ein wichtiger Indikator ist, strahlen die Rückkäufe auf den Dax aus.

Einen Beleg für die Skepsis liefert die DZ Bank. Die Bewertung in den USA sei „heiß gelaufen“, hierzulande fehle es an Impulsen, sagt Chef-Stratege Christian Kahler. Die Bank setzt die Aktienquote in ihren Depots von 26 Prozent auf null.

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15.08.2016, 06:00 Uhr
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