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SPD: Planetarium mehr tot als lebendig

Sorge um Zukunft des Sternentheaters

Die SPD-Gemeinderatsfraktion kritisiert die Stuttgarter Verwaltung: Sie behandle das Sternentheater stiefmütterlich und warte das Ende offenbar ab.

01.02.2013

Von JAN-PHILIPP SCHÜTZE

Stuttgart Das Carl-Zeiss-Planetarium im Mittleren Schlossgarten gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Beim Anblick des pyramidenförmigen Bauwerks komme Freude auf, findet die Gemeinderatsfraktion der SPD. Das Umfeld des Gebäudes lasse einen dagegen Trauer tragen, was auch der Bauzaun der Stuttgart-21-Baustelle in direkter Nachbarschaft unterstreiche. "Es wirkt eher tot als lebendig", heißt es in dem Schreiben der SPD an die Stadtverwaltung. Auch angesichts der in die Jahre gekommenen Bestuhlung im Keppler-Saal frage man sich, "ob das Ende des Planetariums an diesem Standort einfach nur abgewartet wird". "Geht man so mit einem Prestige-Objekt um?"

Es sei höchste Zeit zu handeln, finden die Fraktionsvorsitzende Roswitha Blind und ihre beiden Stellvertreter Hans Pfeifer und Monika Wüst. Sie wollen wissen, wann die längst genehmigte neue Projektionstechnik nun endlich installiert und auch die marode Polsterung der Stühle überholt wird. Viel mehr interessiert sie jedoch, wie es um die Zukunft des Sternentheaters bestellt ist. "Wann kommt es endlich zum Grundsatzbeschluss über den Standort eines mit Zukunftsperspektiven ausgerichteten Planetariums?"

Seit langem schon ist der Umzug nach Bad Cannstatt im Gespräch. Angedacht ist ein kompletter Neubau im Neckarpark, in Kombination mit dem von der Porsche AG geplanten Mobilitäts-Erlebniszentrum in direkter Nachbarschaft zur Straßenbahnwelt. Die Zuffenhausener Sportwagenschmiede will sich in ein paar Tagen konkret zu ihrem Projekt äußern. Sie hat einen Architektenwettbewerb für das Science Center initiiert - und den Büros freigestellt, zugleich auch Ideen zu entwickeln, wie das Planetarium ins Erlebniszentrum integriert werden könnte - aber nicht zwangsläufig muss.

Der millionenteure Planetariumbau an neuem Standort ist ohnehin umstritten. Vor einem Jahr sprach sich der Bezirksbeirat Mitte einstimmig dafür aus, das Sternentheater an seinem bisherigen Standort im Schlossgarten zu belassen - und damit eine touristische Attraktion im Herzen der Innenstadt. Auch die SPD-Fraktion favorisiert diese Lösung und bat die Verwaltung bereits vor Monaten in einem Antrag ausdrücklich darum, dem Schlossgarten bei der Standortfrage den "absoluten Vorrang" zu geben.

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Erstellt:
1. Februar 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2013, 12:00 Uhr

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