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Sonntags gehört Mutti mir
© Bjrn Wylezich - fotolia.com
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Sonntags gehört Mutti mir

Ob das durchgeht? "Wir legen grundsätzlich keine Sitzungen auf den Sonntag", wird in einem Antrag zum CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe gefordert. Generell soll die Partei am Wochenende nur noch zu Veranstaltungen einladen, "bei denen die ganze Familie willkommen ist", heißt es weiter.

11.12.2015
  • ALFRED WIEDEMANN

Nun weiß man, dass auf Parteitagen viel Papier weggearbeitet wird, das kurz danach keine Sau mehr interessiert. Aber die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat für ihren Antrag prominente Unterstützer, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und CDU-Vize Thomas Strobl zum Beispiel.

Langfristig droht sogar der sonntägliche Komplett-Ausfall auch von SPD, Grünen und Linken. Schließlich machen Politiker aller Bundestagsfraktionen in der von Schröder gegründeten Initiative "Eltern in der Politik" mit.

"Sonntags gehört Papa mir! Und Mami!" Ist doch schön, wenn die CDU den alten Gewerkschaftsspruch für sich entdeckt. Kirchen und der DGB warnen auf jeder Maifeier vor der vollliberalisierten Sieben-Tage-Arbeitswoche. Jetzt finden das sogar moderne Politiker gut, wenigstens die mit kleinen Kindern.

Blöd nur, dass ein anderer Antrag auf dem Bundesparteitag verlangt, eine weitergehende Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten zu prüfen. Hinterhergeschickt wird zwar noch ein Bekenntnis zu Sonntagsschutz und Ruhetag. Aber herauskommen wird schon, dass Verkäuferinnen sonntags öfter ran sollen. Deren Kinder sind hoffentlich schon größer.

Und der politikfreie Sonntag wird an Anne Will scheitern. Was soll die ARD-Talkerin sonntagabends machen ohne ohne die üblichen Dauerlautsprecher aus den Parteien? Auch an all die stinknormalen Politikverdrossenen in Stadt und Land hat niemand gedacht. Was passiert, wenn die Bürger ihrerseits auf einen politikfreien Sonntag pochen? Dann geht die Wahlbeteiligung noch schneller gegen Null.

Und hat sich die CSU eigentlich schon gemeldet? Ohne Frühschoppen kann die ganze bayerische Politik doch einpacken. Gekungelt und geschachert wird immer sonntags, nach dem Kirchgang. Wie soll das gehen, wenn in Zukunft die ganze Familie mit am Wirtshaustisch sitzt?

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11.12.2015, 08:30 Uhr
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