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Sonderermittler Robert Mueller ließ Räume von Donald Trumps Rechtsberater durchsuchen
Steht im Zentrum der Ermittlungen: Anwalt Michael Cohen. Foto: William Farrington/Polaris/laif
Showdown im Anwaltsbüro

Sonderermittler Robert Mueller ließ Räume von Donald Trumps Rechtsberater durchsuchen

In die Ermittlungen im Umfeld des Präsidenten kommt plötzlich Bewegung. Sonderermittler Robert Mueller ließ die Räume von Donald Trumps Rechtsberater durchsuchen.

11.04.2018
  • PETER DE THIER (MIT DPA)

Washington. US-Präsident Donald Trump schäumte vor Wut. Aus dem Fernsehen hatte er erfahren, dass Sonderermittler Robert Mueller das Büro, die Privatwohnung und ein Hotelzimmer seines Anwaltes Michael Cohen durchsuchen ließ. Dabei beschlagnahmte die Polizei Computer, Mobiltelefone und hunderte von Akten. Sie beziehen sich unter anderem auf Korrespondenzen mit dem Präsidenten über dessen angebliche Affäre mit dem Porno-Star Stormy Daniels sowie angebliche Schweigegeldzahlungen an die Darstellerin, die Cohen, der sich selbst als Trumps „Ausputzer“ bezeichnet, für seinen Mandanten bestritten haben soll. Nach Ansicht von Experten könnte es sich bei den 130 000 Dollar um eine illegale Wahlkampfspende gehandelt haben.

Auch ist das FBI nun offenbar im Besitz von Dokumenten, die Aufschluss geben über Geld, das der damalige Privatmann Trump für einen Auftritt in der Ukraine erhielt. Experten vermuten, dass Cohen im Verdacht des Bankbetrugs und möglicher Steuerhinterziehung steht. Inwieweit die Dokumente auf mögliche Vergehen des Präsidenten hindeuten könnten, ist unklar.

Ungewöhnliche Aktion

Trump nahm kein Blatt vor den Mund. Er sprach von „Schande“, „Hexenjagd“ und „Angriff gegen unser Land und alles, woran wir glauben“. Das FBI sei bei Cohen „eingebrochen“. Hätte er gewusst, dass Justizminister Jeff Sessions sich aus den Ermittlungen zurückziehen würde und somit außerstande ist, Mueller zu entlassen, so der Präsident, „dann hätte ich einen anderen Justizminister ernannt“.

Die Razzia ist aus mehreren Gründen bedeutsam. Dass ein Rechtsanwalt während eines laufenden Ermittlungsverfahrens nicht vorgeladen wird, sondern Ziel einer unangekündigten Sonderaktion ist, geschieht nur dann, wenn der Verdacht besteht, dass dieser Beweise vernichten könnte. Auffallend ist auch, dass die Durchsuchungen von New Yorks Staatsanwalt Geoffrey Berman angeordnet wurden, ein Mann, den ausgerechnet Trump selbst ernannt hatte. An ihn hatte Mueller den Fall aus Zuständigkeitsgründen weitergeleitet. Das widerlegt wiederum die Behauptung des Präsidenten, Demokraten seien für die Aktion, die politisch motiviert sei, verantwortlich.

Ob er nun versuchen werde, Mueller zu feuern, ließ Trump offen. Dazu müsste er zunächst entweder Sessions oder dessen Stellvertreter Rod Rosenstein ersetzen. Damit würde sich der Präsident aber zugleich auf politisches Glatteis begeben und könnte nach Ansicht von Experten eine Verfassungskrise auslösen. Denn auch innerhalb der eigenen republikanischen Partei ist die Rolle des Präsidenten höchst umstritten. Peter De Thier (mit dpa)

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11.04.2018, 06:00 Uhr
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