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Eine nichtwahlentscheidende Frage

Soll man Nudeln lieber in frischem Wasser kochen?

Es gibt Menschen, die zum Nudelkochen grundsätzlich „frisches“ Wasser verwenden, also kaltes. Warmes Wasser, sagen sie, ist abgestanden. Es hat seine Runden gedreht im Leitungssystem, schmeckt muffig, verdirbt die Pasta.

21.09.2017
  • Ulrich Janssen

Andere Menschen sehen das anders. Ob das Wasser vor dem Kochen warm oder kalt war, schmeckt niemand, behaupten sie. Und sie sind überzeugt, dass sie jede Menge Energie sparen, wenn sie den Kochtopf mit Wasser füllen, das schon mit 50 Grad aus dem Hahn kam.

Man glaubt es kaum, aber im Internet gibt es auf diese Frage keine Antwort. Es ist ja auch zugegebenermaßen kein wirklich wichtiges Thema, nicht wahlentscheidend. Andererseits: Würde man es nicht doch gern mal wissen?

Also Anruf bei den Stadtwerken. Aylin Tezel erklärt erstmal geduldig, dass unser Tübinger Wasser den Aufenthalt im Rohr gewohnt ist. Es wird mehrheitlich durch bis zu zwei Meter dicke Stahlgußleitungen vom Bodensee herbeigeschafft. Weil die Rohre viele Meter tief in der Erde liegen, ist das Wasser darin kalt, und es ist, wenn es ins Haus gelangt, immer noch kalt. Vor allem aber ist es laut Frau Tezel von „einwandfreier Qualität“. Allenfalls ein bisschen Rost könne hineingeraten sein, aber „das beeinflusst die Trinkwasserqualität nicht“. Sehr wohl aber schadet es der Qualität, wenn erwärmtes Wasser längere Zeit im Rohr still steht: „Dann ist es ein Nährboden für Keime.“ Das ist auch der Grund, warum man nach dem Urlaub erstmal tüchtig Wasser laufen lassen soll.

Könnten also die Spaghetti von Keimen infiziert werden? Mario Filippelli, Geschäftsführer bei der Dettenhäuser Firma WWO, kennt sich mit dem Wasser in Heimnetzen aus. Er beruhigt alle Warmkocher: „Keime, die sich im warmen Trinkwasser bilden können, überleben das Kochen nicht.“ Gesundheitlich bringt frisches Wasser also keinen Vorteil. Aber wie ist es mit der Energie?

Ob es ökologischer ist, warmes Wasser fürs Kochen zu verwenden, hängt nach der Erfahrung des Energietechnikers sehr davon ab, wie das Wasser im häuslichen Netz erwärmt wird – per Boiler oder über Solarmodule auf dem Dach. Energetisch am sinnvollsten sei es auf jeden Fall, kaltes Wasser erst im Wasserkocher zu erhitzen, ehe es in den Topf kommt. Speziell E-Herde übertragen Energie nämlich sehr schlecht. Induktions-, vor allem aber Gasherde können das besser.

Bleibt noch die Geschmacksfrage. Schmecken Nudeln aus „frischen“ Wasser besser als Nudeln aus vorgewärmtem? „Darüber kann man streiten“, sagt der Experte. Von Kunden weiß er, dass sie zwischen weichem und hartem Wasser deutliche Unterschiede schmecken. Aber schmeckt man auch, ob Nudeln in ursprünglich kaltem oder warmem Wasser gekocht wurden? „Ich jedenfalls kann das nicht“, sagt Filippelli diplomatisch.

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21.09.2017, 01:00 Uhr
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