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Shopping

So vegan ist die Stadt Stuttgart

Döner ohne Fleisch, Eis ohne Milch, Schuhe ohne Leder: Wer sich für einen Lebensstil ohne Tierprodukte entscheidet, muss in der Landeshauptstadt nicht darben. Eine Auswahl.

11.01.2019

Von CAROLINE HOLOWIECKI

Die „Kirchererbse“ ist der erste rein vegane Einkaufsladen der Stadt und befindet sich im Stuttgarter Süden. Foto: Ferdinando Iannone

Kein Fleisch, keine Milch, keine Eier, kein Leder, keine Daunen. Immer mehr Menschen verzichten auf Produkte tierischen Ursprungs – aus ethischen Gründen oder wegen Unverträglichkeiten. In Stuttgart werden Veganer mittlerweile in zahlreichen Shops und Lokalen fündig. Tierrechtler zählen die Landeshauptstadt sogar zu den vegan-freundlichsten Städten bundesweit, auch, weil hier seit 2010 der „Vegan Street Day“ stattfindet – in diesem Jahr wieder an Pfingsten.

Essen „Da gibt's doch nix zu futtern?“, sagen viele. Alexander Körle und Thomas Adam können darüber nur lachen. Sie betreiben das vegane Restaurant „Körle und Adam“ (Feuerbacher-Tal-Straße 31). Das liegt zwar etwas außerhalb, ist aber derart beliebt, dass man unbedingt reservieren sollte. Die Qualität ist gehoben, die Preise auch. Günstiger ist die täglich wechselnde schwäbische und bayerische Hausmannskost bei „Zom Schleggiga Egg“ (Johannesstraße 35). Seit einem Jahr gibt es das vegane Laden-Bistro, laut dem Betriebsleiter Tobias Bögner sind 70 bis 80 Prozent der Kunden Fleischesser – „bewusst“. Bis dato schließt das Lokal um 19 Uhr und beschränkt sich vor allem auf den Mittagstisch. Im Frühjahr zieht es ins Bosch-Areal um und hat dann abends länger auf.

Eilige und Nachtschwärmer kommen in Stuttgart am „Vegi“ (Steinstraße 13) nicht vorbei. Der Falafel-Imbiss ist Kult. Noch recht neu ist der Mitbewerber „Yafa“ (Hauptstätter Straße 31). Eine vegane Snack-Alternative bieten zudem die Filialen von „Cigköftem“ (unter anderem Königstraße 26). Statt Fleisch kommt hier Weizengrütze mit Granatapfel-Soße in den Fladen. Wer auf Döner nicht verzichten will, bekommt tierfreie Varianten bei „Dilgelay“ (Neckarstraße 156) oder – nagelneu – bei der „Neuen Dönastie“ (Kronenstraße 19). Das Tagescafé „Super Jami“ (Bopserstraße 10) pausiert aktuell für einige Monate, unter anderem widmen sich die Macher einem neuen Kochbuch.

Naschen Auch auf Süßes müssen Veganer nicht verzichten. Reichlich Kuchen gibt es im Café Da (Brennerstraße 29), bei „Zimt & Zucker“ (Weißenburgstraße 2c) oder bei „Claus“ (Tübinger Straße 41). In letzterem Lokal werden zudem milchfreie Eissorten serviert. Für veganes Eis stehen sich auch vor der Gelateria Königsbau (Marienplatz 14) die Kunden regelmäßig die Beine in den Bauch.

Einkaufen Der erste rein vegane Einkaufsladen der Stadt befindet sich im Süden (Möhringer Straße 44b). In der „Kichererbse“ bieten Helga Fink und Nora Hoffrichter massig Lebensmittel an, außerdem Hygieneartikel, Reinigungsmittel und sogar Tierfutter. Das Einzugsgebiet sei groß, sagt Helga Fink. Die Leute kämen extra aus Aalen, Ulm, Tübingen oder Ludwigsburg, und längst nicht nur Veganer. „Es sind sehr viele dabei, die sich nicht rein oder gar nicht vegan ernähren. Viele Leute, die vor zwei Jahren noch gesagt haben ,niemals‘, beschäftigen sich jetzt damit“, sagt Helga Fink. Sonderservice: Einkäufe werden auch verschickt. Ebenfalls ein umfangreiches rein tierfreies Sortiment findet man bei „Talea goes vegan“ im Shoppingcenter Gerber (Sophienstraße 21).

Stylen Wer sich für vegane Mode interessiert, könnte bei „Glore“ (Eberhardstraße 10) fündig werden. Einen Frauen- und einen Männerladen Tür an Tür gibt es zudem bei „Greenality“ (Fürstenstraße 5). Beide Firmen stehen für fair und bio, außerdem modisch und massentauglich. „Greenality“-Chef Markus Beck erklärt: „Wir haben viele vegane Schuhmodelle, und fast alle Jeanshosen sind ohne Leder-Patch.“ Außerdem führt der Laden Gürtel und Geldbörsen aus Kork.

Neu ist in der Stadt zudem „Loyale“ im Gerber. Auf der Homepage der Mall wird der Laden als „der erste faire, nachhaltige und vegane Concept-Store in Stuttgart“ mit Damenmode, Kosmetik, Accessoires, Schuhen und mehr beworben. Im Salon „Haarschneidemeisterei“ (Kapfenburgstraße 36) werden Kunden sogar mit veganen und tierversuchsfreien Haarpflegeprodukten aufgehübscht.

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Erstellt:
11. Januar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Januar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 06:00 Uhr

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