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Blick in die Welt

Slip mit Aroma

Mini-Slip, Boxer-Short, String Tanga - modisch sind das alles olle Buxen. Denn ein findiger Franzose mischt den heimischen Unterhosen-Markt auf. Bald gibt es den Slip mit Aroma.

11.06.2013
  • PETER HEUSCH

Paris Sie tragen so klingende Namen wie "die Furchtlose", "die Tapfere" oder gar "die Furchtbare", sind nur in den Landesfarben Blau-Weiß-Rot erhältlich und gehen trotz eines stolzen Preises von 26 Euro weg wie warme Semmeln. In kürzester Zeit sind die Herrenunterhosen der französischen Marke "Le Slip Français" zu einem wahren Verkaufsphänomen geworden.

Aber den Vogel dürfte wohl "die Unbezähmbare" abschießen: In wenigen Wochen kommt sie als erster parfümierter Männer-Slip der Modegeschichte auf den Markt. Guillaume Gibault heißt der Mann, der 2011 das Start-Up- Unternehmen "Le Slip Français" gründete und seither mit ungewöhnlichen Geschäftsideen offensichtlich den Nerv der Zeit trifft. Im Falle der "Unbezähmbaren" etwa lässt der 27-jährige Franzose sogar ein eigens entwickeltes, nach Moschus und Birne duftendes Parfüm in Mikro-Kapseln füllen, welche in die Unterhose eingenäht werden. Sobald sich der Slip-Träger bewegt, setzen die Kügelchen dann dank der Reibung kleine Mengen der Duftstoffe frei. Gibault spricht stolz von einer "technologischen Revolution".

Ermöglich wurde sie übrigens über "Crowdfunding" im Internet. Bei diesem Finanzierungsmodell können interessierte Investoren Geld in ein Projekt stecken und erhalten dafür Gewinnanteile oder andere Gegenleistungen. Innerhalb von nur drei Wochen hatte Gibault im Frühjahr die benötigten 10 000 Euro für die Entwicklung der duftenden Unterhose beisammen; als die Beteiligungs-Frist ablief, waren es sogar 22 000 Euro. Die Produktion kann daher früher als geplant beginnen und die ersten parfümierten Slips, für die bereits 500 "blinde" Vorbestellungen eingingen, sollen Mitte Juli für 35 Euro pro Stück erhältlich sein.

Zum Unterwäschehersteller wurde Gibault allein dank einer Wette mit einem Freund. Er hatte im Gespräch die These vertreten, dass man aufgrund des derzeit grassierenden Wirtschaftspatriotismus unter dem Slogan "made in France" alles verkaufen könne. "Möglich", räumte der Kumpel ein: "Alles, aber keine Unterhosen!" Gibault versuchte es trotzdem und verknüpfte sein Konzept der garantiert französischen Herstellung mit einem Schuss Humor - die Namen der Produkte - und dem World Wide Web - (Marketing und Verkauf finden fast ausschließlich im Internet statt. Das war 2011, als mit Lejaby gerade einer der letzten französischen Dessous-Hersteller pleiteging, der noch in der Heimat produzierte.

"Le Slip français" gelang es trotzdem, sich in Rekordzeit zu einer landesweit bekannten Marke zu mausern. Das kleine Unternehmen kam schon 2012 mit zehn Mitarbeitern auf einen Umsatz von 300 000 Euro, der dieses Jahr doppelt so hoch ausfallen soll. "Und profitabel ist die Firma ebenfalls", betont Gibault zufrieden.

Slip mit Aroma
Endkontrolle: Eine Näherin prüft einen der neuen Slips - mit durchaus kritischem Blick.

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11.06.2013, 12:00 Uhr
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