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Reiten

Silber fast so schön wie Gold

Deutschland sichert im EM-Mannschaftsspringen den zweiten Platz ab. Dabei startete das Finale mit einem Schreckmoment.

24.08.2019

Von DPA

Die Vize-Europameister auf dem Podium (von links): Christian Ahlmann, Daniel Deußer, Simone Blum und Marcus Ehning. Links steht Bundestrainer Otto Becker. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Bundestrainer Otto Becker knotete sich in aller Seelenruhe die Krawatte für die Siegerehrung, während rund um ihn herum Trubel herrschte und sein Team die EM-Silbermedaille feierte. „Wir sind top zufrieden“, kommentierte der Coach und nahm gleichzeitig von allen Seiten Glückwünsche entgegen – obwohl seine Springreiter knapp Gold verpasst hatten.

Das Quartett um Weltmeisterin Simone Blum mit Alice belegte am Freitag in Rotterdam nach einem packenden Wettkampf Platz zwei. Die 30-Jährige kassierte in der insgesamt dritten Runde der EM mit ihrer Stute erstmals vier Strafpunkte, doch ihre Kollegen retteten mit 16,22 Strafpunkten den zweiten Platz hinter Belgien (12,07) und vor Großbritannien (21,41). „Echt super“, jubelte Blum: „Überhaupt eine Medaille zu holen, ist toll.“

„Der Sieg für Belgien geht voll in Ordnung“, sagte der Bundestrainer: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber mit Silber sind wir auch zufrieden.“ Der Coach lobte das „Teamwork“ seines Quartetts, zu dem außerdem Marcus Ehning mit Comme Il Faut, Daniel Deußer mit Tobago und Christian Ahlmann mit Clintrexo gehörten.

Die dritte und letzte Runde des Teamwettbewerbs hatte mit einem unerwarteten Schreck begonnen. Die zuvor so zuverlässige und zwei Mal fehlerfreie Blum kassierte mit Alice vier Strafpunkte. „Der Fehler ist teuer“, kommentierte die 30-Jährige aus Zolling den Abwurf: „Das schießt einen nach hinten.“ Für ihre drei Kollegen erhöhte sich dadurch der Druck, sie sollten „es reiterlich besser machen“, hoffte die Startreiterin – und behielt damit recht.

Nach Blum ritt Christian Ahlmann in den Parcours, und der 44-Jährige aus Marl behielt die Nerven und ritt mit seinem Hengst Clintrexo knapp an einem Abwurf vorbei. Der Routinier, der am Vortag acht Strafpunkte kassiert hatte, erhielt dadurch die Chance auf eine vordere Platzierung. „Der Druck war hoch und die Konzentration auch“, kommentierte der Doppel-Europameister von 2003 und sagte zu seinem Ritt: „Wir haben uns ein bisschen durchgemogelt. Wir hatten heute das Glück, das wir gestern nicht hatten.“

Auch Marcus Ehning ritt mit der Belastung der zwei Abwürfe vom Vortag in den Parcours, und der 45-Jährige aus Borken kam mit Comme Il Faut wie Ahlmann ohne Strafpunkt durch den Parcours. Damit war die Medaille schon vor dem Ritt von Daniel Deußer sicher. Deußer kassierte danach einen Abwurf, der keinen Einfluss mehr auf die Teamwertung hatte, ihn aber im Einzelklassement zurückwarf. dpa

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Erstellt:
24. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 06:00 Uhr

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