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Siemens entzieht Osram-Chef das Vertrauen
Osram-Vorstandschef Olaf Berlien bekam kräftigen Gegenwind für seine Pläne. Foto: dpa
München

Siemens entzieht Osram-Chef das Vertrauen

Nach dem überraschenden Strategieschwenk von Osram-Chef Berlien ging die Aktie des Lampenherstellers auf Talfahrt. Das ärgert Großaktionär Siemens.

17.02.2016
  • DPA

München. Der Strategiestreit zwischen Siemens und der Führung der ehemaligen Licht-Tochter Osram eskaliert. Auf der Hauptversammlung des Lampenherstellers hat der Elektrokonzern - noch immer größter Einzelaktionär bei Osram - Konzernchef Olaf Berlien das Vertrauen entzogen. Berlien habe mit seinem Strategiewechsel bei Osram den Börsenwert vernichtet und das Risikoprofil deutlich erhöht, sagte Siemens-Vertreter Christian Bleiweiß gestern in München.

Die frühere Muttergesellschaft kündigte an, gegen Berliens Entlastung zu stimmen. Siemens hält noch 17,5 Prozent an Osram. Berlien hatte im November überraschend den Bau einer LED-Fabrik in Malaysia für 1 Mrd. EUR angekündigt, die Leuchtdioden für den Massenmarkt herstellen soll. Der Aktienkurs brach danach um ein Drittel ein. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte kritisiert, sein Konzern habe dadurch über Nacht 260 Mio. EUR verloren. Inzwischen hat sich die Osram-Aktie aber behauptet.

Bleiweiß sagte, der Bau der LED-Fabrik in Malaysia berge ein beträchtliches Risiko. Die Informationspolitik sei zudem mangelhaft gewesen. Berlien habe den Konzern nicht mit der notwendigen Umsicht gelenkt. Die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank und Vertreter von Kleinaktionären äußerten auf dem Aktionärstreffen dagegen vorsichtige Rückendeckung für Berlien.

Die Vertreterin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Daniela Bergdolt, kritisierte, Berlien habe einen „strategischen Salto mortale“ locker nebenbei verkündet und durch dieses „Kommunikationsdesaster“ die Aktie abstürzen lassen. Aber: „Wir brauchen LED, wir brauchen diesen Bereich, aus meiner Sicht war das eine richtige Entscheidung.“ Deutsche-Bank-Fondsmanager Tim Albrecht lobte, die Halbleitersparte entwickle sich glänzend, der Konzern sei schuldenfrei. Ob der Strategiewechsel richtig sei, werde sich zeige. Immerhin aber handle Osram aus einer Position der Stärke.

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17.02.2016, 08:30 Uhr
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