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Sicherheitslücken in Bundestagswahl-Software
Bundeswahlleiter Dieter Sarreither sieht keinen Anlass zur Sorge. Foto: dpa
Auszählung

Sicherheitslücken in Bundestagswahl-Software

Abgegeben werden die Stimmen noch analog mit Stift und Papier. Doch bei der Übermittlung an die Wahlleiter mittels Computer könnten Probleme auftreten.

08.09.2017
  • DPA

Berlin. Dass es so einfach war, hat Frank Rieger vom Chaos Computer Club (CCC) dann doch überrascht. Zusammen mit der Redaktion der Wochenzeitung „Die Zeit“ haben Rieger und seine Kollegen überprüft, wie sicher die Software ist, mit der in Deutschland vielerorts Wahlergebnisse ausgewertet werden. Ergebnis: Ganz und gar nicht sicher. „Das Thema wurde definitiv unterschätzt“, sagt Rieger. Es geht um das Programm „PC-Wahl“, mit dem die Auszählungsergebnisse erfasst und dann an die weiterverarbeitenden Stellen gesendet werden. Laut Anbieter wurde es „in allen Flächenbundesländern bei Kommunalwahlen, Kreiswahlen, Landtagswahlen, Bundestagswahlen, Europawahlen und Volksabstimmungen eingesetzt“.

Wenn hierzulande über Wahlsoftware diskutiert wurde, dann bislang nur im Zusammenhang mit dem möglichen Einsatz von Wahlcomputern, den das Bundesverfassungsgericht bereits 2009 für verfassungswidrig erklärte. Programme, mit denen Ergebnisse erfasst und ausgewertet werden, hatte jedoch kaum einer auf dem Schirm. „Da hat schlicht keiner dran gedacht“, sagt Computerexperte Rieger.

So blieb den Gemeinden auch selbst überlassen, welche Software sie verwenden. Viele entschieden sich für „PC-Wahl“, dessen Hersteller „Vote-IT“ laut Rieger „jetzt nicht so den professionellen Eindruck“ macht. Das Programm mache es laut CCC-Bericht Hackern an mehreren Stellen Hackern leicht, Auszählungen zu manipulieren. Da die Ergebnisse auch auf Papier notiert werden, würde die Manipulation zwar irgendwann auffliegen, schreiben die Autoren, „das Vertrauen der Bürger in die Demokratie und die Integrität des Wahlvorgangs“ würden jedoch schwer erschüttert. „Wir brauchen jetzt Notfallmaßnahmen“, sagt Rieger.

Nach der Analyse des Chaos Computer Clubs war es zwischenzeitlich auch möglich, den Kommunen eine infizierte Version des Programms PC-Wahl unterzuschieben, weil die Zugangsdaten für einen geschützten Support-Bereich für die Gemeinden im Netz aufzufinden gewesen seien. Dieses Loch sei aber inzwischen gestopft worden. tock/dpa

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08.09.2017, 06:00 Uhr
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