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Filmfest München

„Shoplifters“ ausgezeichnet

Das Drama „Shoplifters“ des Japaners Hirokazu Kore-eda ist auf dem Filmfest München als bester internationaler Film ausgezeichnet worden.

09.07.2018
  • dpa

Erzählt wird von einer Familie, die sich mit Ladendiebstählen über Wasser hält und eines Tages ein obdachloses Mädchen bei sich aufnimmt. Hirokazu Kore-eda breche die Familie als kleinste Zelle der Gesellschaft auf, so dass sie sich selbst neu sortieren und erfinden könne, urteilte die Jury am Samstagabend bei der Verleihung des mit 50 000 Euro dotierten ARRI/OSRAM Awards, der an Filme aus der Festivalreihe Cinemasters vergeben wird. Bei den Filmfestspielen in Cannes hatte der Streifen bereits die Goldene Palme gewonnen.

Der mit 15 000 Euro dotierte Preis für den besten internationalen Nachwuchsfilm ging an „Border“ von Ali Abbasi. Die dänisch-schwedische Produktion erzählt von einer Frau mit einem außerordentlichen Geruchssinn. Sie sei die gejagte Außenseiterin, deren Perspektive einen Blick hinter die Maske des vermeintlich Normalen und in das groteske Gesicht dessen werfen lässt, was wir Menschheit nennen, urteilten die Juroren.

Der Publikumspreis von Bayern 2 und „Süddeutsche Zeitung“ ging an den Kinofilm „Wackersdorf“ mit Anna Maria Sturm über Proteste gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage. Die Preisverleihungen stehen am Ende des Festivals. In den vergangenen 10 Tagen waren rund 80 000 Tickets verkauft worden.

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09.07.2018, 06:00 Uhr
„Shoplifters“ ausgezeichnet





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