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Sex-Vorwürfe belasten Republikaner
Dem republikanischen Kandidaten Roy Moore wird sexuelle Belästigung vorgeworfen. Foto: Brynn Anderson/AP/dpa
Skandal

Sex-Vorwürfe belasten Republikaner

Der Fraktionschef der Partei im US-Senat fordert den umstrittenen Kandidaten Roy Moore zum Rückzug auf.

15.11.2017
  • PETER DE THIER

Washington. An der Spitze des obersten Gerichtshofs von Alabama wurde Roy Moore (70) der „Zehn-Gebote-Richter“ genannt, weil sich der christliche Fundamentalist weigerte, ein religiöses Denkmal aus der Lobby eines Gerichtsgebäudes zu entfernen. Nun könnte der rechtsgerichtete Senatskandidat als jener Mann bekannt werden, der die republikanische Partei in den Abgrund stürzt. Der Jurist hofft, im Oberhaus des US-Kongresses jenen Sitz zu übernehmen, der frei wurde, als Präsident Donald Trump Senator Jeff Sessions zum Justizminister berief.

Bisher zeichnete sich bei der für Dezember geplanten Wahl ein Durchmarsch des erzkonservativen Richters ab. Moore gilt als Moralprediger, der Gerichtsverfahren mit Gebeten eröffnete. Er weigerte sich 2016, die Legalisierung von Homo-Ehen umzusetzen und wurde deswegen vom obersten Gerichtshof abgesetzt. Wie auch seine Anhänger plädiert Moore, der in seinem Heimatstaat Alabama zweimal erfolglos für den Gouverneursposten kandidierte, für schärfere Einwanderungsgesetze und will Muslime gar nicht einreisen lassen. Das alles kommt bei konservativen Südstaatenwählern gut an.

Mittlerweile haben aber fünf Frauen behauptet, der damalige Staatsanwalt habe sie als Teenager sexuell belästigt. Etablierte Republikaner, die um ihre hauchdünne Mehrheit im Senat bangen, haben ihn zum Verzicht aufgefordert. Davon aber will der Jurist nichts wissen. Er bestreitet alles und vermutet eine „schmutzige Kampagne“. Der Skandal hat in der Partei eine Existenzkrise ausgelöst. Gewinnt Moore die Wahl, wäre es mit Blick auf die Kongresswahl 2018 für Republikaner ein Albtraum, einen angeblichen Kinderschänder in den eigenen Reihen zu haben. Lässt sich Moore in die Knie zwingen, droht ein Aufstand des rechten Parteiflügels. Peter De Thier

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15.11.2017, 06:00 Uhr
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