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Sex-Täter muss elf Jahre hinter Gitter
Der Angeklagte vor der Urteilsverkündung. Foto: dpa
Verbrechen

Sex-Täter muss elf Jahre hinter Gitter

Er hat laut Gericht eine Camperin aus Stuttgart vergewaltigt, bestreitet aber die Vorwürfe.

20.10.2017
  • DPA

Bonn. Für die Vergewaltigung einer Studentin (23) soll ein 31-jähriger abgelehnter Asylbewerber aus Ghana für elfeinhalb Jahren in Haft. Das hat das Bonner Landgericht geurteilt Es verurteilte den Mann wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressungt. Er hatte nicht gestanden, so dass das Opfer vor Gericht aussagen musste. Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Jahre Haft gefordert.

Der 31-Jährige, der wie an allen Verhandlungstagen Hand- und Fußfesseln tragen musste, hörte sich das Urteil ohne sichtbare Regung an. Zu Beginn des Prozesses hatte er von Lügen und „Märchengeschichten“ gesprochen und die 23-Jährige sogar als Prostituierte verhöhnt.

Die Studentin und ihr 26 Jahre alter Freund aus Baden-Württemberg hatten in der romantischen Siegaue in Troisdorf bei Bonn gecampt. Als die beiden gegen Mitternacht in ihren Schlafsäcken liegen, hören sie draußen eine aggressive Stimme. Plötzlich schlitzt jemand mit einer langen Astsäge das Zelt auf, steckt seinen Kopf hinein und schreit auf Englisch: „Ich will hier schlafen!“

Der Täter verlangt Geld, fuchtelt mit der Waffe vor den Gesichtern der beiden herum. „Sie hatten pure Angst um ihr Leben“, sagt der Richter Marc Eumann. „In dem engen Zelt fühlten sie sich in dem Moment wie Tiere im Käfig.“ Sie geben dem Angreifer Kleingeld und eine Lautsprecherbox. Dann fordert der Mann die 23-Jährige auf, das Zelt zu verlassen, um Sex mit ihr zu haben.

„Gehorcht, um zu überleben“

Das Paar habe keinen anderen Ausweg gesehen, als zu gehorchen –- in der Hoffnung, so zu überleben, sagt Eumann. Nach der Tat kehrt der Mann zurück in die nahe Flüchtlingsunterkunft in Sankt Augustin, wo er seit einigen Wochen untergebracht war.

Wenige Tage später wird er festgenommen, nachdem ein Passant ihn anhand eines Phantombildes erkannt hat. DNA-Spuren überführen den Mann eindeutig als Täter. Bei der Festnahme trug er die Lautsprecherbox bei sich.

Wenige Tage vor der Tat war der Asylantrag des Mannes abgelehnt worden. Da er dagegen klagte, war das Verfahren noch anhängig.. dpa

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20.10.2017, 06:00 Uhr
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