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Tigerle

Selbstständig und ehrgeizig

Die „Tigerle“ werden groß: Nach ihrem Aufstieg wollen die Basketballer des SV 03 Tübingen ihre Heimspiele in der Uhlandhalle zum Event machen. Mit einem verstärkten Spieler-Kader haben sie außerdem den Aufstieg im Visier.

16.07.2009

Von bernhard schmidt

Tübingen. Schon der Name steht für das gewachsene Selbstbewusstsein: Die Regionalliga-Mannschaft, so überraschend wie triumphal von der zweiten in die erste Regionalliga aufgestiegen, ist nicht länger die Zweite des SV 03 Tübingen, sondern die Erste. Wenn das junge, von Claus Sieghörtner und Manuel Pasios trainierte Team am 19. September im Heimspiel gegen den MTV Stuttgart in die neue Saison startet, dann ist vieles ganz anders: Die Liga besteht neuerdings aus 16 Mannschaften, die geographische Spannbreite reicht künftig von Konstanz ganz weit im Süden bis nach Trier im äußersten Nordwesten. Die Saison zählt auch nicht mehr nur 22, sondern 30 Spieltage, endet erst Mitte Mai und hat fast keine Pausen.

Es ist ein großer Unterschied zwischen der zweiten und der ersten Regionalliga, entsprechend professioneller geht?s in der Liga zu. Künftig wird wie schon in der Pro A und in der Pro B detailliert gescoutet. Und in einigen Hallen – wie beispielsweise bei der ambitionierten TG Hanau – werden 1000 Zuschauer ihr Team anfeuern.

Auch der SV 03 Tübingen will die alt ehrwürdige Uhlandhalle wieder zu neuem Glanz erwecken. Der Eintritt zu den Heimspielen ist nicht länger kostenlos, dafür bekommen die Zuschauer ein Spiel mit Event-Charakter, mit Pausenmusik, Unterhaltung, Catering und Spieltags-Flyer. „Wir wollen neue Zuschauer gewinnen, die sich von den Profis abgewandt haben und wieder Tübinger Jungs sehen wollen“, wirbt Trainer Sieghörtner.

Zur neuen Eigenständigkeit gehört auch, dass sich die Regionalliga-Mannschaft, die nun viel weiter reisen muss, selbst vermarktet und über einen eigenen Sponsoren-Etat verfügt. Noch sind es allerdings die gleichen Geldgeber, die schon die Bundesliga-Profis unterstützen. Sieghörtner hält aber auch nach regionalen Sponsoren Ausschau, die ihr Geld allein für die junge SV 03-Mannschaft und damit für den Nachwuchs und das Projekt Basketball Region Tübingen-Neckar/Alb geben wollen.

Sieghörtner setzt im Gegensatz zu manchen Konkurrenten weiterhin auf die in der Region basketballerisch groß gewordenen Spieler und verzichtete auf die Verpflichtung ausländischer Akteure. Trotzdem besetzt der SV 03 mit Stoimir Ivandic und Kwame Duku die beiden erlaubten Ausländer-Plätze. Die beiden Spieler leben allerdings schon lange in Deutschland und warten auf ihre Einbürgerung.

Der Kern des Aufsteiger-Team um Jan Bösing, Max Kochendörfer, Pirmin Unger, Sascha Eppler, Ivandic, Duku und Andreas Kronhardt wird verstärkt durch zwei Heimkehrer: Peter Klemm und Marius Dieterle. Der 24-jährige Power-Forward Klemm spielte zuletzt im Pro-A-Team von Kirchheim und war schon 2006/2007 im Profi-Kader der Tigers. Der 1,98 Meter große Spieler hatte im Kirchheimer Zweitliga-Team nur wenig Einsatzzeiten und suchte daher eine neue Herausforderung. Dass er sich für den SV 03 entschied, war im Sinne des Wortes naheliegend: Klemm wohnt in Tübingen und studiert Informatik.

Der mittlerweile 20-jährige Marius Dieterle spielte schon unter Sieghörtner in der Nachwuchs-Bundesliga NBBL, wechselte mit 18 von Tübingen ans Basketball-Internat in Schelklingen und wurde mit Urspring Deutscher Meister und machte das Abitur.

Sieghörtner will beweisen, dass man auch ohne ausländische Profis um die beiden Aufstiegsplätze mitspielen kann. „Man muss sich ehrgeizige Ziele setzen. Mit diesen Spielern haben wir die notwendige Qualität für den Aufstieg.“ In der Pro B wäre der Trainer dann endlich am Ziel seiner Träume. Sein Team stünde dann da, wo in seinen Augen die zweite Mannschaft eines Bundesligisten hin gehört.

Zwei Rückkehrer: Peter Klemm (links) und Marius Dieterle.

Claus Sieghörtner

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Erstellt:
16. Juli 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Juli 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2009, 12:00 Uhr

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