Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentar · Krankenkassen

Segen und Fluch

12.03.2016
  • DIETER KELLER

Neue Arzneimittel können ein Segen sein, aber auch ein Fluch - für diejenigen, die sie finanzieren müssen, also die Krankenkassen. Allein für neue Medikamente gegen Hepatitis C mussten sie im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Euro zahlen. Kein Wunder, dass die Kassenbeiträge immer weiter steigen.

Es gehört zu den Prinzipien der Marktwirtschaft, dass ein Unternehmen für seine Produkte so viel verlangen darf, wie es will, solange es auf dem Markt Käufer dafür findet. Bei der Gesundheit funktioniert der Markt allerdings nicht. Bei neuen Medikamenten sorgen keine Konkurrenten für Wettbewerb. Kunden sind im wesentlichen nur die gesetzlichen Krankenkassen. Daher legt der Gesetzgeber die Spielregeln fest: Im ersten Jahr können die Hersteller verlangen, was sie wollen. Erst danach sind Verhandlungen möglich. Die Folge: Eine einzige Tablette des Hepatitis-C-Mittels Sovaldi kostet 600 Euro.

Das Dilemma: Neue Medikamente zu entwickeln, erfordert Milliarden. Den Aufwand treiben Pharmafirmen nur, wenn es sich für sie lohnt. Trotzdem beschleicht den Beobachter der Verdacht, dass derzeit einige maßlos übertreiben. Das setzt die Politik unter Druck, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, damit die Kassen nicht als Melkkühe missbraucht werden und die Beiträge explodieren. Die Frage, bis zu welchem Preis Gesundheit finanziert werden soll und kann, ist heikel. Doch die Politik darf sich nicht darum drücken.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

12.03.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular