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Seehofer verärgert über  andauerndes Trommelfeuer
CSU-Chef Horst Seehofer auf dem Weg zu den Sondierungsgesprächen: Lässt ihn die eigene Partei bald im Regen stehen? Foto: Maurizio Gambarini
CSU

Seehofer verärgert über andauerndes Trommelfeuer

Mitten in den Jamaika-Sondierungen fordert die Junge Union in Bayern den Rückzug des Parteivorsitzenden. „Toll gemacht“, findet sein Gegenspieler Markus Söder.

06.11.2017
  • PATRICK GUYTON

München. Die Junge Union in Bayern hat sich am Wochenende offen gegen den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer gestellt. Auf der Landesversammlung wurde mit großer Mehrheit die „Erlanger Erklärung“ beschlossen, in der es heißt: „Für einen Erfolg bei der Landtagswahl im kommenden Jahr braucht es einen personellen Neuanfang.“ Tags zuvor hatte Seehofer die JU düpiert, indem er kurzfristig seinen Auftritt und die Aussprache über das schlechte Wahlergebnis bei der Bundestagswahl absagte – mit der Begründung, dass er sich um die Berliner Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition kümmern muss.

Gestern zeigte die Nachwuchsorganisation deutlich, dass sie sich den jetzigen bayerischen Finanzminister Markus Söder als CSU-Chef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2018 wünscht. Dieser wurde für seine Rede frenetisch bejubelt und mit vielen Schildern empfangen, auf denen „MP SÖDER!“ stand. Der Aspirant selbst hatte die JU am Vortag für ihren Seehofer-Beschluss gelobt: „Meinen Respekt davor, toll gemacht.“ In seiner Rede hielt er sich bedeckt und rief nach Teamgeist in der Parteiführung.

Die JU ist die erste Parteiorganisation, und dazu eine bedeutende, die offen und per Abstimmung den Rückzug Seehofers verlangt. Bisher sollen sich mehrheitlich die CSU-Bezirksverbände München und Oberpfalz gegen Seehofer gestellt haben. Diese Treffen waren aber intern, es gab keine offiziellen Beschlüsse. Auch einzelne Vertreter der Parteibasis, mehrere Landtags- und Bundestagsabgeordnete sowie zwei Staatssekretäre aus Seehofers Kabinett haben sich für eine personelle Neuaufstellung ausgesprochen.

Über den JU-Beschluss klagte Seehofer, es gebe ein „ununterbrochenes Trommelfeuer“ gegen ihn aus der eigenen Partei. Für seine Position als führender Jamaika-Sondierer sei dies schädlich. Nach den Gesprächen in Berlin werde es von ihm eine „klare und deutliche Reaktion“ geben. Seehofer hatte wiederholt erklärt, beim für Mitte Dezember geplanten Parteitag erneut für den CSU-Vorsitz kandidieren zu wollen. Patrick Guyton

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06.11.2017, 06:00 Uhr
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