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Sechste Auswärtspleite zerrt extrem an den Nerven
Ein Ex-Stuttgarter köpft ein zum 2:1-Führungstreffer für den Hamburger SV: Filip Kostic (rechts) im Duell mit Andras Beck. Links Torhüter Ron-Robert Zieler. Der Serbe Kostic spielte von 2014 bis zum Bundesliga-Abstieg 2016 für den VfB. Foto: dpa
VfB Stuttgart

Sechste Auswärtspleite zerrt extrem an den Nerven

Durch eine eindeutig zu harte Ampelkarte gerät Hannes Wolfs Team beim HSV früh in Unterzahl, verliert am Ende 1:3 und bleibt schwächster Klub auf fremdem Platz.

06.11.2017
  • DPA/EB

Hamburg/Stuttgart. Beliebteste Gästemannschaft der Fußball-Bundesliga? Klare Sache: Aktuell ist das der VfB Stuttgart. Im sechsten Auswärtsspiel kassierte die Mannschaft von Hannes Wolf die sechste Niederlage. Dieses Mal, in Unterzahl, war's beim Hamburger SV mit 1:3 (0:1) besonders unglücklich.

Denn die Niederlage fällt aus der Reihe: Sie hatte auch mit der Leistung des Schiedsrichters zu tun. Wolf fasste das Spiel in einem Satz zusammen, dem wohl kaum ein VfBFan widersprechen würde. „Es war ein bitterer Nachmittag“, sagte der Trainer nach der Pleite beim kriselnden Hamburger SV. Die Art und Weise zerrte an den Nerven des 36-Jährigen. Es war vor allem die Phase zwischen der 13. und 20. Minute, die die Stuttgarter hadern ließ.

Erst wurde Mittelfeldspieler Dzenis Burnic von Schiedsrichter Guido Winkmann unberechtigt vom Platz gestellt, dann leistete sich Torwart Ron-Robert Zieler beim 0:1 einen gravierenden Patzer. Immerhin hatten Zieler und Winkmann die Größe, ihre Fehler einzugestehen. Zieler ließ den Ball nach einem Freistoß von Aaron Hunt durch die Hände rutschen. Der Ball prallte an den Pfosten, zurück an Zielers Bein – und ins Tor. Sein Verhalten beschrieb der 28-Jährige selbst als „Slapstick“.

Der Platzverweis von Burnic hatte für das Spiel noch gravierendere Folgen, weil der VfB daraufhin 80 Minuten in Unterzahl spielte. Hunt war nach einem normalen Zweikampf mit dem Stuttgarter zu Boden gegangen, Burnic erhielt nach einer Gelben Karte zuvor nun Gelb-Rot. „Meiner Wahrnehmung nach habe ich das auf dem Platz so entschieden, und die Schiedsrichter machen halt Fehler“, sagte Winkmann später. Gelb-Rot sei nicht richtig gewesen. Das half dem VfB wenig. Denn mit der Pleite bleibt der ersatzgeschwächte Aufsteiger das schlechteste Auswärtsteam der Liga. Die Bilanz in der Fremde: sechs Spiele, null Punkte. So geht es den zu Hause noch ungeschlagenen Stuttgartern wie schon in den vergangenen Wochen: Weil sie auswärts nichts holen, stehen sie daheim enorm unter Druck. Verlieren sie nach der Länderspielpause das Heimspiel am 17. November gegen Borussia Dortmund, droht der Sturz Richtung Abstiegszone.

VfB-Sportvorstand Michael Reschke bestätigte das in seiner Erwartung, dass der VfB bis zum Saisonende um den Klassenverbleib kämpft: „Auf jeden Fall müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir bis zum 34. Spieltag im Überlebenskampf sein werden.“ Über den Schiedsrichter wollte Reschke nicht reden – sein Trainer schon. Der Videoassistent schaue das Spiel beruflich an und bekomme Geld dafür, schimpfte Wolf. „Und dann greift man in dem Moment nicht ein bei der Situation, die natürlich spielentscheidend ist. Das kann ich nicht nachvollziehen.“ Das Problem dabei: Der Videoassistent darf nur bei Roten Karten eingreifen, nicht aber bei Gelb-Roten.

Dass in der zweiten Spielhälfte ein Videobeweis zum Handelfmeter führte, den Daniel Ginczek zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwandelte (55.), beruhigte Wolf nicht. Auch nicht die Tatsache, dass der VfB zuletzt beim 3:0 gegen den SC Freiburg von einem umstrittenen Platzverweis für Caglar Söyüncü profitiert hatte. Nach dem Hamburger 2:1 durch den früheren VfB-Profi Filip Kostic (65.) fehlte Wolfs Elf in Unterzahl die Kraft, um noch einmal zurückzukommen. HSV- Toptalent Jann-Fiete Arp machte alles klar (69.). dpa/eb

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06.11.2017, 06:00 Uhr
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