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Mehr als 120 Tote – Ganze Bergdörfer am Gran Sasso ausgelöscht

Schweres Erdbeben in Italien

Wieder war es Nacht als in Italien die Erde bebte. In der Bergregion des Gran Sasso zerfielen Bergdörfer zu Trümmern. Mehr als 120 Menschen starben.

25.08.2016
  • DPA

Rom. Sieben Jahre nach der Erdbeben-Katastrophe von L‘Aquila hat ein neues schweres Beben die Region in Mittelitalien getroffen. Dutzende Menschen starben, als die Erdstöße in der Nacht ihre Häuser einstürzen ließen. Betroffen sind mehrere kleine Orte in der Nähe des Nationalparks Gran Sasso und Monti della Laga. Besonders stark sind die Verwüstungen etwa in der 2600-Einwohner-Gemeinde Amatrice in der Region Latium. Viele Häuser in der Bergregion glichen Schutthaufen, Trümmer und Staub bedeckten Autos und Straßen.

Das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gab die Stärke des Hauptbebens mit 6,2 an. Es kam zu mehreren Nachbeben. Auch im etwa 100 Kilometer Luftlinie entfernten Rom wackelte der Boden. Experten wollen dort das Kolosseum – Italiens meistbesuchtes Monument – auf Schäden untersuchen.

Der Zivilschutz musste immer wieder die Zahl der Todesopfer nach oben korrigieren. Die Zahl stieg auf mindestens 120. Das sagte Regierungschef Matteo Renzi bei einem Besuch in der Region: Und diese Bilanz ist nicht endgültig.“ Unter den Toten und Verletzten sind viele Kinder. Helfer suchten teils mit bloßen Händen nach Verschütteten in den völlig zerstörten Häusern. „Viele sind noch unter den Trümmern“, sagte der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi. Ganze Familien wurden ausgelöscht.

Für obdachlos gewordene Menschen sollten möglicherweise Zelte aufgebaut werden. In der Region hielten sich auch zahlreiche Urlauber auf. Der Bürgermeister von Accumoli, Stefano Petrucci, sprach von 2500 Menschen ohne Dach über dem Kopf allein in seinem Ort. Es sei kein einziges Haus mehr bewohnbar. Italien wird auf Grund seiner geografischen Lage immer wieder von Erdbeben erschüttert, oft auch von schwerwiegenden.

Die deutsche Bundesregierung bot Italien die Hilfe von Experten des Technischen Hilfswerks (THW) an. Rom müsse entscheiden, ob sie das Angebot annehme, teilte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) mit. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte in einem Kondolenztelegramm ihr Mitgefühl aus.

Auch Papst Franziskus zeigte sich tief betroffen. Er finde kaum Worte, seinen großen Schmerz auszudrücken, sagte er zu Beginn der Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. „Den Bürgermeister von Amatrice sagen zu hören, dass der ganze Ort nicht mehr existiert, und zu wissen, dass unter den Opfern Kinder sind, hat mich sehr berührt.“

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25.08.2016, 06:00 Uhr
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