Reutlingen/Tübingen

Beteiligungen an Unternehmen: Schweiz bleibt Hauptinvestor

Mit rund 17.500 Arbeitsplätzen sind ausländische Geldgeber ein wichtiger Faktor in der Region Neckar-Alb.

15.02.2022

Von ST

Martin Fahling von der IHK Reutlingen. Bild: IHK

Martin Fahling von der IHK Reutlingen. Bild: IHK

Die Zahl der regionalen Unternehmen mit ausländischer Beteiligung ist in den vergangenen drei Jahren weiter gestiegen. Eine aktuelle Studie der Industrie- und Handelskammer Reutlingen zeigt die Herkunft der Investoren: Die Schweiz bleibt unangefochten auf Platz 1, China macht Boden gut.

Vergangenes Jahr verzeichneten 260 Unternehmen eine ausländische Beteiligung – rund ein Drittel mehr als noch im Jahr 2018 (198 Firmen). Mit rund 17500 Arbeitsplätzen seien ausländische Investoren mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sagt Michael Rampf, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses. „Ansiedlungen von außen bringen immer auch neue Ideen und Impulse mit. In unserer globalen Welt ist es längst völlig normal, über Länder und Kontinente hinweg aktiv zu sein. So stärken auch unsere heimischen Firmen das Geschäft am eigenen Standort durch Investitionen im Ausland.“

Insgesamt verzeichnet die Region Investitionen aus 36 Ländern. Zu den Investoren aus Europa und den USA gesellen sich vermehrt Interessenten von anderen Kontinenten. Seit der letzten Auswertung Ende 2018 kamen ausländische Beteiligungen aus sieben neuen Ländern hinzu – beispielsweise aus Saudi-Arabien, Litauen und Singapur. Im Ranking liegt weiterhin die Schweiz mit 61 Beteiligungen auf Platz 1, gefolgt von den USA (39), Italien (18), Frankreich (15) und Österreich (14).

Ein deutlicher Zuwachs ist bei der Anzahl der schweizerischen und chinesischen Beteiligungen zu erkennen, die um ein Drittel gestiegen sind beziehungsweise sich sogar verdoppelt haben. China lag vor drei Jahren auf Rang neun und belegt aktuell Rang 7, Tendenz weiter steigend. „Chinesische Unternehmen werden als Investoren weiter zulegen, das ist Teil der Globalisierung und nicht ungewöhnlich“, sagt Martin Fahling, IHK-Bereichsleiter International. „Allerdings erwarten wir im Gegenzug Chancengleichheit für deutsche Unternehmen, die in China investieren möchten.“ Die Barrieren für ausländische Investoren seien dort sehr viel höher als in Deutschland. „Diese gilt es weiter abzubauen, um einen fairen Wettbewerb zu sichern.“

Die meisten ausländischen Beteiligungen oder Gründungen finden sich mit 68 Prozent im verarbeitenden Gewerbe, speziell im Maschinenbau, gefolgt von der Informationstechnologie und der Elektrotechnik. Mit 135 ausländischen Beteiligungen (52 Prozent) hat der Landkreis Reutlingen die Nase vorn, in Tübingen sind 65 ausländische Unternehmen (25 Prozent) aktiv.

Das analysiert die IHK

Alle drei Jahre analysiert die IHK, wie ihre Mitglieds-Unternehmen mit ausländischer Beteiligung zur Standortattraktivität der Region Neckar-Alb beitragen. In die aktuelle Studie wurden 260 im Handelsregister eingetragene Unternehmen mit einer Beteiligung von mindestens 25 Prozent einbezogen.

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Erstellt:
15.02.2022, 16:30 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 13sec
zuletzt aktualisiert: 15.02.2022, 16:30 Uhr

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