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Kommentar

Schweigen ist Gold

Warum geht man auf ein Konzert? Richtig, man möchte die Musik einer bestimmten Band oder eines speziellen Künstlers hören. Immer häufiger jedoch hört man etwas anderes.

05.10.2019

Von CAROLINE HOLOWIECKI

Das Gequatsche der Leute. Haben Sie sich auch schon darüber geärgert? Über das Pärchen, die Clique oder die Freundinnen, die sich rotzfrech mitten hineinstellen und das Tratschen anfangen? „Och, was war das wieder stressig heute in der Arbeit.“ „Ja, bei mir auch. Julian zahnt seit zwei Wochen.“ Dabei will man nur diesem schönen Liebeslied folgen.

Mit den unzähligen Instagram-Girls und -Boys, die nur aufs Handy starren, filmen und Fotos schießen, um dann in den sozialen Netzwerken beweisen zu können, dass sie wirklich und wahrhaftig teilgenommen haben, hat man sich ja schon abgefunden. Aber privates Gegacker zwischen Menschen, die für ein Musikerlebnis Geld gezahlt haben, ist eine Unsitte und egoistisch obendrein. Gleiches gilt im Übrigen fürs Kino. Wie zum Henker kommt man auf die Idee, während eines Films zu plaudern oder – fast noch besser – seine Mails im grell leuchtenden Handy zu checken? Dann geht doch in die Kneipe!

Und nein, lieber langgelockter LKA-Besucher, es ist nicht meine Aufgabe, mich näher an die Bühne zu drücken, um besser zu hören. Es ist deine Aufgabe, anderen Menschen den nötigen Respekt entgegenzubringen. Auch dem Künstler. Die Stuttgarter Band „Sea+Air“ soll 2014 ihrem dauerschwätzenden Publikum entgegengeschleudert haben: „Ihr seid zwar scheiße, aber wir spielen trotzdem.“ Reden ist eben immer noch Silber, Schweigen ist Gold. Und eine gute Kinderstube ist unbezahlbar.

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Erstellt:
5. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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