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Hamburg/Wiesbaden

Schwarzfahren entkriminalisieren?: Kühne-Hörmann dagegen

Sollen Schwarzfahrer weiter als Straftäter behandelt werden? Über diese Frage diskutieren die Justizminister der Länder.

10.02.2018

Von dpa/lhe

Ein Aufkleber «Tickets» an einem Bus. Foto: Arne Dedert/Archiv dpa/lhe

Hamburg/Wiesbaden. Während nach einem Bericht des «Spiegels» einige von ihnen dafür sind, den entsprechenden Strafparagrafen «aufzuweichen» oder zu streichen, sind Hessen und Bayern nach Angaben des Magazins dagegen.

Eine solche Reform wäre «eine Kapitulation des Staates vor den Massendelikten», sagte Hessens Ministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) dem Magazin. Der baden-württembergische Justizminister Guido Wolf (CDU) erklärte: «Es wäre doch verheerend, wenn wir Alltagskriminalität immer mehr als Bagatellen ansehen würden, nur um Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten Aufgaben zu ersparen.»

Wer ohne Fahrschein fährt, dem kann bislang wegen des «Erschleichens von Beförderungsleistungen» im Wiederholungsfall eine Freiheitsstrafe drohen. Mehrere Länder, neben Brandenburg auch Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wollen laut «Spiegel» den Strafparagrafen aufweichen oder streichen. Argumente für eine Reform seien die hohen Justizkosten und Gerechtigkeitsgründe.

540 000 Schwarzfahrer wurden 2017 allein in den Berliner S-Bahnen, U-Bahnen und Bussen registriert. 9,1 Millionen Fahrgäste der S-Bahn wurden nach ihrer Fahrkarte gefragt - 3,2 Prozent hatten keine. Die Berliner Verkehrsbetriebe zeigen Schwarzfahrer an, wenn diese dreimal in zwei Jahren bei Kontrollen keinen Fahrschein haben. Die S-Bahn tut dies, wenn es innerhalb von einem Jahr passiert.

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Erstellt:
10. Februar 2018, 16:52 Uhr
Aktualisiert:
10. Februar 2018, 16:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2018, 16:10 Uhr

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