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Kürzerer Schatten

Schwarzarbeit soll 2016 weiter zurückgehen

Die „Schattenwirtschaft“ (Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung, wie etwa Arbeitnehmerüberlassung) soll in Deutschland im laufenden Jahr um 1 Prozent zurückgehen.

03.02.2016

Tübingen. Das Verhältnis von Schattenwirtschaft zu offizieller Wirtschaft soll sich auf 10,8 Prozent reduzieren (Vorjahr: 11,2 Prozent; Höchststand 2003: 16,7 Prozent. Die aktuellen Südeuropa-Werte liegen zwischen 17 und 22 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt eine Prognose, die Professor Friedrich Schneider (Universität Linz) mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen vorgelegt hat.

Der Beschäftigungsanstieg auf dem Arbeitsmarkt sowie das Wirtschaftswachstum werden als Gründe genannt. Nach den Berechnungen wird der Umfang der Schattenwirtschaft 2016 bei 336 Milliarden Euro liegen. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 3 Milliarden Euro. Gestiegene Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten in der offiziellen Wirtschaft führen laut Studie dazu, dass weniger Personen bereit sind, ihre Arbeitskraft „schwarz“ anzubieten. Durch den Anstieg des Beitrags in den meisten gesetzlichen Krankenkassen ergibt sich allerdings eine geringfügige errechnete Steigerung der Schattenwirtschaft von 300 Millionen Euro. Dies resultiere aus einem vermehrten Anreiz, Tätigkeiten in der Schattenwirtschaft auszuüben, um Sozialversicherungsbeiträge zu umgehen.

Nach Angaben des IAW ist 2016 infolge der Zuwanderung mit einer Erhöhung des (legalen) Erwerbspersonenpotenzials um 380 000 Menschen zu rechnen. Hinzu kämen diejenigen, deren Asylantrag bearbeitet wird oder die bleiben, obwohl ihr Antrag abgelehnt wurde. Nach einer Schätzung sei mit 800 000 erwerbsfähigen Personen zu rechnen. Würden 25 Prozent in der Schattenwirtschaft tätig, so ergäbe sich unter weiteren Annahmen über Arbeitsumfang und Entlohnung eine zusätzliche Wertschöpfung von knapp 1,5 Milliarden Euro. Dieses zusätzliche Volumen der Schattenwirtschaft sei jedoch geringer als die für 2016 prognostizierte Abnahme der gesamten Schattenwirtschaft.ST

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03.02.2016, 01:00 Uhr
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