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Dialekt

Schwäbisch als Abi-Fach?

06.03.2017

Von BIANCA FRIESS

Manchmal braucht es zum Verständnis ein Wörterbuch für Plattdeutsch und Schwäbisch. Foto: dpa

Schwerin. Das „Abi up platt“ ist da: Niederdeutsch ist jetzt offiziell als Abitur-Prüfungsfach anerkannt – und zwar deutschlandweit. In mehreren Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern werden Schüler bald über plattdeutschen Diktaten und Übersetzungen schwitzen.

Daran sollten wir Schwaben uns aber mal ein Vorbild nehmen! So geläufige Wörter wie „Bräschdlengsgsälz“ oder „Käpsele“ sind vielen Abiturienten nämlich immer noch unbekannt – das gilt es dringend zu ändern! Schritt eins: Schwäbisch muss wie Niederdeutsch den Status einer eigenen Sprache bekommen. Wieso denn auch nicht? Viele Auswärtige und „Reingeschmeckte“ verstehen Ur-Schwaben schließlich kaum besser als Festland-Chinesen.

Schritt zwei: Schwäbisch muss zum Unterrichtsfach in den Schulen werden – und das am besten bundesweit und verpflichtend. Schließlich sollte man sich in einer globalisierten Welt verstehen. Und wer in einer norddeutschen Bäckerei „Oi Leberkäs-Weckle“ bestellt, erntet momentan nur ein ratloses Achselzucken.

Wenn das erst geschafft ist, ist auch der Weg zum schwäbischen Käpsele-Abi nicht mehr weit. Was denken Sie, würden Sie die Prüfungsaufgaben bestehen? Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack: Was bedeuten die Worte Grombiera, Riaba, Zwedschga, Guatsle und Rangga auf Hochdeutsch? Ein kleiner Tipp: Alle fünf bezeichnen etwas zum Essen. Bianca Frieß

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Erstellt:
6. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
6. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. März 2017, 06:00 Uhr

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