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Verschmuster SWR 4-Schlagerabend, etwas härter bei „Rock am Waldeck“

Schunkeln und Pogo tanzen

Der SWR 4-Schlagerabend und „Rock am Waldeck“ begeisterten mehr als 3000 Zuschauer. Am Freitag- und Samstagabend war dort für jeden Musikgeschmack etwas geboten.

20.07.2009
  • Katharina Tomaszewski

Frommenhausen. Mehr als 1000 Besucher kamen zur SWR 4-Schlagerparty am Freitag, mehr als 2000 zu „Rock am Waldeck“ am Samstag. Der Weg zum Konzertgelände war am Freitagabend wegen des starken Regens beschwerlich, einige Autos blieben im Matsch stecken und mussten von der Feuerwehr herausgezogen werden. Fußgänger wateten durch knietiefe Pfützen. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Das überwiegend ältere Publikum klatschte und schunkelte begeistert bei den Auftritten seiner Lieblingsstars.

Radiomoderator Edi Graf führte mit Witz und Charme durch den Abend, der vom SWR 4 und Sportverein Frommenhausen veranstaltet wurde. Zum Auftakt sang Janis Nikos griechisch angehauchte Volksmusik. Sein Cover-Song von Udo Jürgens „Griechischem Wein“ animierte viele zum Mitsingen. Bei Tom Astors Auftritt kam Western-Feeling auf. Einige Fans waren in voller Westernmontur, mit Cowboyhut, Lederjacke und Stiefeln erschienen.

Die SWR 4-Band sorgte mit Cover-Titeln bekannter Schlager wie „Aber bitte mit Sahne“ für gute Stimmung. „Die Feldberger“ mit Sänger Hansy Vogt spielten zünftige Schlagerhits wie „Edeltraud“ und „Die Gaudiburschen“. Bei Ingrid Peters gab es gefühlvolle Balladen zu hören. Die Geschwister Hofmann machten in glitzernden, schwarz-weißen Abendgarderoben nicht nur optisch etwas her. Mit poppigen Volksmusiktiteln wie „Herzbeben“ und „Mitten im Vulkan“ heizten sie dem Publikum ein, das mitklatschte und Regenschirme schwang. G. G. Anderson begeisterte mit Hits wie „Cheerio“, wobei viele Feuerzeuge flackerten.

Nicht so sehr Kommerz, eher das Menschliche

„Es herrscht eine tolle Atmosphäre“, fand Erich Seid aus Frommenhausen. „Die Leute sind gut drauf, und man trifft viele Bekannte.“ Auch Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher wurde bei dem Konzert gesehen. Ein weiterer Besucher, Daniel Böhme aus Weinstadt bei Stuttgart, arbeitet gelegentlich auf Volksmusikveranstaltungen als Begleitpersonal und kennt viele Stars persönlich. „Bei den Lieder der ,Schäfer‘ spürt man nicht so sehr den Kommerz und mehr das Menschliche“, meinte er. Am meisten beeindruckte den gelernten Apotheker aber G. G. Anderson, der als Songschreiber unter anderem den Wildecker Herzbuben zum Durchbruch verhalf.

Einen Tag später, bei „Rock am Waldeck“ wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Das Festgelände füllte sich zuerst nur mäßig, gegen Mitternacht waren jedoch mehr als 2000 Besucher/innen auf dem Platz. Der erste Vorsitzende Daniel Hallmayer vom Förderverein „Rock am Waldeck“: „Wir wollten ein Mittelding zwischen Festival und Musikfest schaffen.“ Deshalb habe sich der Verein für so genannte „Tribute Bands“ entschieden, die den Originalen ähnlich, aber dennoch bezahlbar sind.

Als Vorgruppe spielte „Mystery“ fürs überwiegend junge Publikum Radio-Hits von Gruppen wie „Roxette“, „Silbermond“ und „Linkin Park“. Aber auch Hardrocker kamen mit True Metal-Stücken von „Manowar“ wie „Warriors everywhere“ auf ihre Kosten. Wir haben mit Jochen Mager, Ortsvorsteher von Weiler, gesprochen: „Diese Musik gefällt unserer ganzen Familie“, bekannte er. „Ein solches Musikfestival in der Nähe ist eine gute Idee, die man unterstützen sollte.“

Nach „Mystery“ heizten „Die Toten Ärzte“ mit einer Mischung von Stücken der „Toten Hosen“ und der „Ärzte“ dem Publikum ein. Vor der Bühne schüttelten enthusiasmierte Fans wild die Köpfe und spielten Luftgitarre. Die Menge sang Songs wie „Steh auf, wenn du am Boden bist“ und „Westerland“ fast hymnenartig mit. Die Stimmung wurde je später der Abend desto besser. Frontman Branko ähnelt nicht nur optisch dem Tote-Hosen-Sänger Campino, sondern hat auch eine zum Verwechseln ähnlich Stimme.

Kurz nach Mitternacht kam die „Bon Jovi Coverband“ und rockte bis drei Uhr morgens die Bühne. Mit Gitarrensounds und Schlagzeug imitierten sie den Sound ihres Vorbilds „Bon Jovi“ originalgetreu. Bei „Runaway“ war Pogo vor der Bühne angesagt. Die Jugendlichen schubsten sich im Takt der Musik gegenseitig zur Seite. Bei den romantischen Balladen „Always“ und „These Days“ gingen dagegen Wunderkerzen und Feuerzeuge in die Höhe.

Open-Air-Konzerte im Sommer sind das Beste

Heidrun Schmid begleitete ihre beiden jugendlichen Töchter an diesem Abend. Die bekennende Hardrock-Anhängerin und Hausfrau aus Bietenhausen fand: „Rock am Waldeck wird von Jahr zu Jahr besser.“ Der Theologiestudent Andreas Thalmüller aus Hemmendorf war bereits das vierte Mal dabei. „Die Stimmung ist gut, und man sieht viele bekannte Gesichter,“ meinte Thalmüller. Andreas und Petra Schöttle aus Herrenberg gehen wegen der guten Atmosphäre auf Livekonzerte „Open-Air-Konzerte im Sommer sind einfach das Beste,“ sagte das Ehepaar.



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Weitere Bilder: www.tagblatt.de

Schunkeln und Pogo tanzen
„Die Toten Ärzte“ traten bei „Rock am Waldeck“ als eine der zwei Haupt-Bands auf. Frontmann Branko ähnelt nicht nur äußerlich Campino von den „Toten Hosen“.„Die Toten Ärzte“ traten bei „Rock am Waldeck“ als eine der zwei Haupt-Bands auf. Frontmann Branko ähnelt nicht nur äußerlich Campino von den „Toten Hosen“.

Schunkeln und Pogo tanzen
„Die Schäfer“ sangen trotz nass-kalten Wetter barfuß – wie bei jedem Auftritt. „Die Schäfer“ sangen trotz nass-kalten Wetter barfuß – wie bei jedem Auftritt.

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20.07.2009, 12:00 Uhr
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