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SPD

Schützenhilfe für Nahles

Vizechef Thorsten Schäfer-Gümbel lobt die Favoritin für den Parteivorsitz. Gegenkandidatin Simone Lange hält dagegen.

21.04.2018
  • MATHIAS PUDDIG

Berlin. Simone Lange wird die Erste sein. Wenn sich am Sonntag die beiden Kandidatinnen für den SPD-Vorsitz den 600 Delegierten auf dem Parteitag vorstellen, redet die Außenseiterin vor der Favoritin. Der Grund: „Lange“ kommt im Alphabet kurz vor „Nahles“. Noch vor beiden wird aber Thorsten Schäfer-Gümbel aufs Podium treten. Als Landeschef der Hessen-SPD ist er Gastgeber und eröffnet den Parteitag.

Klare Kante zeigt Schäfer-Gümbel aber schon am Freitag: Er wirbt – wie auch alle anderen aus dem Parteipräsidium – für Andrea Nahles. Zwar legt er Wert darauf, nicht gegen jemanden zu argumntieren, wie er im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE sagt. Aber: „Ich unterstütze Andrea Nahles, weil sie Antworten auf die Zukunftsfragen gibt. Sie macht Politik auf lange Sicht und nicht auf Schlagzeilen orientiert.“ Den Namen Simone Lange nennt er nicht. Stattdessen lobt er Nahles: „Sie ist eine extrem zuverlässige Kollegin.“

Ihre Konkurrentin bestreitet das. „Sie hat so oft schon den Erneuerungsprozess ausgerufen – zuletzt 2011 als Generalsekretärin die Erneuerung für abgeschlossen erklärt“, sagte Lange dem SWR. Nahles habe mehrere Chancen gehabt, die Partei nach vorne zu bringen, „und es ist ihr nicht gelungen“. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Lange zudem: „Wir haben ja keine schlechten Antworten auf die Fragen dieser Gesellschaft. Aber die Menschen glauben uns das jetzt nicht mehr.“

Vertrauensvorschuss von Jusos

Schäfer-Gümbel widerspricht. „Dass wir programmatische Zukunftsfragen zu klären haben, ist offensichtlich. Unsere Gesellschaft steht aber insgesamt noch am Anfang der Debatte.“ Der SPD-Vizechef nennt beispielhaft die Zukunft der Arbeit und des handlungsfähigen Staates.

Am Sonntag tagen in Wiesbaden 600 SPD-Delegierte, um nach dem Rücktritt von Martin Schulz einen Parteichef zu wählen. Zwischenzeitlich hatte Olaf Scholz kommissarisch die Partei geführt. Nahles gilt als Favoritin. Selbst Juso-Chef Kevin Kühnert spricht sich für sie aus. „Nicht aus Euphorie, sondern als Vertrauensvorschuss, der an Erwartungen geknüpft ist“, sagte er „Spiegel Online“. Zudem soll ein Leitantrag des Vorstandes verabschiedet werden – als Beginn der Erneuerung der SPD.

Es ist der fünfte SPD-Parteitag in gut einem Jahr. Generalsekretär Lars Klingbeil hofft, dass mit ihm ein turbulentes Jahr endet. Er nannte das Treffen im Deutschlandfunk einen „Parteitag, der ein neues Kapitel aufschlagen wird“.

Die Wähler denken anders: Laut ARD-„Deutschlandtrend“ zweifelt jeder Zweite an Nahles' Eignung für den Parteivorsitz. Nur jeder Dritte traut ihr zu, die SPD zu stärken. Zugleich gewinnt die SPD auch in der Sonntagsfrage nicht an Boden. Aktuell kommt sie auf 17 Prozent – ein leichter Verlust im Vergleich zu vor zwei Wochen. Mathias Puddig

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21.04.2018, 06:00 Uhr
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