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Schon ein Glas kann zu viel sein
Alkohol und Tabak sind tabu für Schwangere. Foto: Fotolia
Beratung

Schon ein Glas kann zu viel sein

„Fazit“ in Botnang klärt über die Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft auf.

27.09.2017
  • CAROLINE HOLOWIECKI

Stuttgart. „So ein Gläschen Sekt in der Schwangerschaft, das ist nicht schlimm, das hebt den Kreislauf.“ Christiane Schute stehen bei solchen Aussagen die Haare zu Berge. „Es gibt nach wie vor Gynäkologen, die so etwas sagen“, erklärt die Sozialpädagogin. Der Tatsache, dass der laxe Umgang mit Alkohol in der Schwangerschaft fatal sein kann, widmet sie sich als FASD-Beraterin.

Die vier Buchstaben stehen für „Fetal Alcohol Spectrum Disorder“; eine zu 100 Prozent vermeidbare Behinderung, die rein durch den Alkoholkonsum der Mutter kommt. Laut dem Berliner FASD-Zentrum werden in Deutschland pro Jahr bis zu 4000 geschädigte Babys geboren. Der Verein FASD Deutschland geht von 10 000 aus.

Die Symptome sind vielfältig und reichen von ausgeprägten Verhaltens- und Lernstörungen bis hin zu körperlichen und geistigen Behinderungen. Oft sind aber Verhaltensstörungen nicht leicht zuordnen. Einige sind depressiv, andere aggressiv, nicht wenige werden straffällig. „Was alle Betroffenen eint, ist, dass Planung und Handlung stark eingeschränkt sind“, erklärt Christiane Schute.

Der Jugendhilfeträger „Fazit“ bietet seit Mai 2016 Beratungen in Stuttgart-Botnang an, der Kommunalverband Jugend und Soziales fördert zudem seit 1. September drei Jahre lang ein Modellprojekt. Dort finden Pflege- oder Adoptiveltern Unterstützung – betroffene Kinder kommen häufig von ihrer mit der Erziehung überforderten Mutter weg.

Die zweite Säule des Projekts ist die Beratung und Sensibilisierung von Fachleuten: Sozialarbeitern, Psychiatern, Medizinern. „Leider ist FASD noch zu unbekannt. In Deutschland gibt es erst seit 2012 klare Diagnoserichtlinien“, erklärt Christiane Schute. In einem letzten Schritt soll über „Fazit“ die Öffentlichkeit informiert werden. Christiane Schute schwebt vor, die Primärprävention zu vertiefen, also junge Frauen aufzuklären, bevor sie ein Kind in sich tragen. Denn eine Studie der Charité unter Schwangeren hat ergeben, dass 58 Prozent sich gelegentlich ein Gläschen gönnen. Caroline Holowiecki

Info www.fazit-jugendhilfe.de

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27.09.2017, 06:00 Uhr
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