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Rottenburg

Schmarotzer?

Kritik an den Spitzen der Rottenburger Stadtverwaltung übt ein Stadtrat – Thema Gewerbegebiet.

19.04.2018

Von Emanuel Peter, Rottenburg

Lebt Rottenburg „auf Kosten anderer Städte und Gemeinden“, weil es „über deutlich weniger Arbeitsplätze und über deutlich geringere Steuereinnahmen“ als andere Mittelzentren („Rottenburger Mitteilungen“, Nr. 15) verfügt? Selten hat ein Bürgermeister-Trio die eigene Stadt so schlecht geredet wie OB Neher und die Bürgermeister Weigel und Dr. Bednarz. Offensichtlich steht das Trio mit dem Rücken zur Wand, um mit unhaltbaren Behauptungen neue Gewerbegebiete durchzusetzen.

Sie unterstellen, neue Arbeitsplätze entstünden nur oder hauptsächlich durch Gewerbe. Von 1600 neuen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gab es im Zeitraum 2011 bis 2016 nur 44 im produzierenden Gewerbe mehr, dafür 495 in Handel und Gastgewerbe und 1000 in den „Sonstigen Dienstleistungen“ (Statistisches Landesamt). Zählen diese Arbeitsplätze in Erziehung, Pflege und Verwaltung für das Trio etwa nicht? Bringen sie durch Lohnsteuern und Kaufkraft etwa keinen Gewinn für unsere Stadt? Ganz abgesehen von der „Kopfpauschale“ von über 1500 Euro pro Einwohner, die die Stadt vom Land über den Kommunalen Finanzausgleich für Daseinsvorsorge und Infrastruktur erhält.

Was soll diese Angstmache mit Zahlentricks? Muss jede Stadt durch möglichst viel Gewerbe und Industrie verunstaltet werden? Unsere Lebensqualität durch gute Landwirtschaft, Natur, Naherholung, Kitas und Pflege sollte durch eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt und durch gut bezahlte und dauerhafte Arbeitsplätze erhalten werden. Davon profitieren auch andere Städte!

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Erstellt:
19. April 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
19. April 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. April 2018, 01:00 Uhr

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