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Gehemmter Blutfluss

Schlipstragen schlägt aufs Hirn

Dem einen oder anderen schnürt es bei offiziellen Terminen die Kehle zu. Und das nicht nur im übertragenen Sinne. Das schleichend aus der Mode kommende Tragen von Krawatten verleiht dem Mann zwar eine elegante Note. Aber es drückt ihm buchstäblich das Blut ab.

12.07.2018

Von Stefan Kegel

Foto: © RPMASSE/Shutterstock.com

Forscher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel sehen im Tragen des Utensils unter Umständen sogar eine Gesundheitsgefahr. Sie legten Probanden mit und ohne Schlips unter den Magnetresonanztomografen – und fanden bei Krawattenträgern 7,5 Prozent weniger Blutfluss im Gehirn. Jedenfalls, wenn die Männer ihren Windsorknoten so fest gebunden hatten, dass er ihnen unangenehm war. Die Ursache für den Blutmangel waren abgedrückte Venen im Nacken.

Vor allem Rauchern, Bluthochdruck-Patienten oder älteren Männern könne dadurch übel oder schwindlig werden, oder sie könnten Kopfschmerzen bekommen, lautet das Fazit. Ob das Tragen des Accessoires Auswirkungen auf die Gehirnleistung hat, wurde nicht untersucht.

Allerdings dürfte ein minderdurchblutetes Denkorgan tatsächlich Probleme bereiten, wie frühere Forschungen belegen. Auf Dauer kann das sogar die Persönlichkeit verändern. Und plötzlich erinnert man sich, dass große Bankenkrisen und wirre Polit-Tölpeleien von dauerbeschlipsten Menschen ausgelöst wurden. Vielleicht sollten sie öfter mal den Krawattenknoten lockern.

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Erstellt:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 06:00 Uhr

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