Mössingen

Schlimmeres verhindern, gemeinsam handeln

„Nicht vorbei laufen, die Situation wahrnehmen.“ Das empfiehlt die Polizistin Anne Catherine Hausch-Häcker, wenn eine Situation einem merkwürdig vorkommt.

21.09.2022

Von bei

Bild: Mario Beißwenger

Bild: Mario Beißwenger

Zusammen mit ihrem Kollegen Jochen Hagenlocher (von links) und Ex-Kollegen Bernd Weber (nun beim Weißen Ring) warb sie am Dienstag über Mittag für Zivilcourage auf dem Mössinger Stadtplatz. Die Drei verlangen kein Heldentum, im Gegenteil raten sie zur Zurückhaltung. Weitere Tipps: Täter nicht duzen. Die Anrede Sie schafft Distanz. Andere individuell als Helfer ansprechen: „Sie in der grauen Jacke, können Sie mir helfen“, sei ein guter Satz.

Gut sei auch, sich aufzuteilen. Eine Person prägt sich den Täter ein, eine andere ruft über 110 die Polizei. Weber hat zwei aktuelle Beispiele, bei denen das gut funktioniert hatte. Der Messer-Vorfall auf dem Ehinger Platz in Rottenburg voriges Jahr, den eine entschlossene Person klärte, und einen Tübinger Grabscher, den schließlich Umstehende festhielten. Zivilcourage wirke also, Heldentum dagegen nicht.

Hagenlocher berichtet selbst von einem Paar-Disput, in den er bei einem Spaziergang mit einer höflichen Frage eingegriffen habe. Nur um zu erleben, dass dann das Paar gemeinsam plötzlich Front gegen ihn machte. „Hilf, aber bring Dich nicht in Gefahr“, steht ganz oben bei den Polizeitipps.

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Erstellt:
21.09.2022, 01:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 34sec
zuletzt aktualisiert: 21.09.2022, 01:00 Uhr

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