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Schlicht bis zum blutigen Ende
Herzstücke dieser "Maskenball"-Inszenierung: zwei Betten - eins auf dem Boden und eins an der Decke. Foto: Wilfried Hösl
Johannes Erath inszeniert "Un ballo in maschera" an der Bayerischen Staatsoper

Schlicht bis zum blutigen Ende

Die Bayerische Staatsoper hat eine Neuinszenierung von Verdis "Maskenball" auf die Bühne gebracht - mit hervorragendem Sänger-Ensemble. An der eher schlichten Inszenierung störte sich das Publikum kaum.

08.03.2016
  • BRITTA SCHULTEJANS, DPA

München. Die Neuinszenierung von Giuseppe Verdis "Un ballo in maschera" ist in der Bayerischen Staatsoper in München begeistert gefeiert worden. Minutenlangen Applaus und Jubel gab es am Sonntagabend vor allem für die Sänger, allen voran Anja Harteros als Amelia und Piotr Beczala als Riccardo, die das Publikum in Verzückung versetzten.

Auch Sofia Fomina als Bote Oscar und Okka von der Damerau als mit Luzifer im Bunde stehende Seherin Ulrica wurden gefeiert - ebenso natürlich der Mann am Pult: der ehemalige Generalmusikdirektor der Staatsoper, Zubin Mehta. Nach Opernangaben war es das erste Mal, dass er eine szenische Aufführung des Werkes dirigierte.

Das Regie-Team um Johannes Erath musste dagegen ein paar Buh-Rufe einstecken für die sehr klassisch, ästhetisch, aber durchaus schlicht erzählte Geschichte vom tödlichen Maskenball.

Die Kulisse bildet eine schwarz-weiße Bühne (von Heike Scheele), die mal ein Penthouse aus den 90er Jahren darstellt, mal einen Ballsaal. Herzstück sind zwei Betten - eins auf dem Boden und eins an der Decke. An der Decke wird das tragische Schicksal des unglücklichen Liebespaars vorweggenommen. Unheilvolle Vorhersagen und melancholische Rückblenden sind zwei der wenigen erzählerischen Kniffe, die Regisseur Erath anwendet.

Er verlässt sich auf die Kraft der Musik in dieser dichten Oper - was kein Wunder ist. Schließlich ist er von Haus aus Orchestermusiker, Geiger. "Auf der ersten Probe hat er über einen verminderten Akkord in der Ulrica-Szene gesprochen", sagte Sänger Beczala der "Abendzeitung". "Das hat mich umgehauen: Über so etwas reden Regisseure selten." Der Musik lässt Erath in seiner Inszenierung also viel Platz.

Szenenwechsel gibt es nicht. Ein großer, offener Raum mit beeindruckender Freitreppe bestimmt das Bild; Videosequenzen oder Schattenspiele an den Wänden verändern die Stimmung. Immer wieder erheben sich die überdimensionalen Schatten der Verschwörer, die Riccardo den Tod wünschen, bedrohlich im Hintergrund. Eine ebenso überdimensionale Waffe wird abgefeuert - ein weiterer Vorbote des blutigen Endes.

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08.03.2016, 08:30 Uhr
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