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Unterhaltung

Schlagerqueen bricht Rekorde

Helene Fischer präsentiert in der Schleyerhalle eine professionelle Show. Auch Zumutungen des Publikums bringen sie nicht aus der Ruhe.

05.02.2018

Von BARBARA WOLLNY

Helene Fischer bindet in ihrer Show gekonnt ihre Fans und die jeweilige Örtlichkeit ein. Foto: Lichtgut, Leif Piechowski

Stuttgart. Helene Fischer in Stuttgart. Das macht auch Autofahrer atemlos, die durch den abendlichen Verkehrskollaps rund um die Schleyerhalle noch pünktlich das Konzert erreichen wollen. Mit fünf ausverkauften Veranstaltungen und 50 000 Fans stellte die Schlagerqueen in der vorigen Woche einen neuen Stuttgarter Rekord auf.

Auch der Aufwand für die Mammutshow ist immens. 34 Trucks hatten vor einer Woche das Material nach Bad Cannstatt gebracht. Am Montag begann der Aufbau, am Dienstagabend fand bereits die erste Vorstellung statt, in der ältere Hits und die aktuellen Songs aus dem neuen Fischer-Album präsentiert wurden.

Bei Helene Fischer bleibt nichts dem Zufall überlassen. Professionalität ist das Kennzeichen der Künstlerin. Für die neue Tournee wurden überdies akrobatische Nummern eingebaut, die zusammen mit Mitarbeitern des kanadischen Cirque du Soleil trainiert wurden. Scheinbar schwerelos fliegen Fischer und ihre Tänzer an Seilen meterhoch über der Bühne.

Aufsehenerregende Kostüme

Zwar werden auch Feuerwerke und Nebelkerzen gezündet. Dennoch ist in jeder Phase transparent, dass nur absolute Profis für Musik, Tanz, Bühnenbild, Kostüme und Ablauf tätig sind. Aufsehenerregend sind auch die Kostüme – vom mit grünen und blauen Steinen besetzten Glitzertrikot mit blauen Stacheln auf Schultern und Hüften bis zum Wasserfallrock, der den Star ausnahmsweise zum Stillstehen verpflichtet. Da steht sie dann, die Hüften mit Plastikgirlanden abgedichtet, auf einem Podest und ab der Taille tropft Non-Stopp ein Wasserreigen zum Boden hinab, passend zum Song, der die ewige Liebe beschwört.

Selbst wenn der attraktive Schlagerstar für einige Momente den Kontakt mit dem Publikum sucht – am liebsten zu Kindern, die sie als „kleine Zauberwesen“ tituliert, denn zu Helene Fischer Shows pilgern auch ganze Familien – hat sie jede Show-Sekunde im Griff. Sie lässt sich auch von Transparenten wie „Du geile Schnitte“ nicht aus der Ruhe bringen, Den vielen Poster-Haltern, die „Helene, bitte heirate mich“ wünschen, empfiehlt sie, sich hinten in der Reihe anzustellen, weil es schon so viele seien, jemanden, der sie „bimsen“ möchte, empfiehlt sie, nochmal nachzusehen, was er eigentlich will. Vier junge Männer, die vor Begeisterung irgendwann zu pöbeln anfangen, werden vom überall präsenten Sicherheitsdienst zum Ausgang begleitet. Aber es bleibt bei wenigen Ausfällen.

Trotz ihrer Mammut-Tournee weiß die Schlagerqueen stets, wo sie gerade ist. „Stuttgart, gebt alles, so schön, dass ihr alle da seid“ begrüßt sie ihr Publikum und ergänzt immer wieder ihre Liedtexte durch ein langgezogenes „Stuttgaaart“ – was durchaus für humoristische Momente sorgt. Besingt sie etwa die Kessellage mit ihrem „Wir steigen höher – Stutt-gaart“ oder wird sie demnächst in der Landeshauptstadt Quartier beziehen? „Das wird eine Liebessensation. Das wissen wir beide schon – Stutt-gaart“.

Das Publikum ist begeistert. Es braucht keine Aufwärmnummern – schon wenn als Einstieg ein großes, dunkelblaues Helene-Porträtfoto auf den Bühnenhintergrund projiziert wird, ist der Jubel groß, reißt es die Besucher von ihren Sitzen.

Fischer-Fans treten gerne als Grüppchen auf. So wie die drei jungen Männer Michael, Robin und David aus Donzdorf und Göppingen. „Wir haben die Tickets mehr aus einer Laune heraus schon vor anderthalb Jahren gekauft. Aber klar finden wir Helene super. Eine solche Künstlerin, die die Massen und alle Altersklassen begeistert, gibt es nicht noch einmal. Gerade haben wir unseren alten Grundschullehrer getroffen, der auch das Konzert besucht.“

Aus Wernau sind die Freundinnen Sarah und Annika samt Mutter gekommen. Sie haben Helene letztes Jahr in Berlin gesehen und wollten sich den Stuttgarter Auftritt nicht entgehen lassen „Sie macht Spaß und uns glücklich.“

Tanja, Annett und Kathrin aus Balingen haben sich schon die Anfahrt mit der neuen CD des Stars verkürzt. „Helene sorgt einfach für gute Laune. Wir haben die Tage und Stunden bis zum Konzert gezählt. Bis Sommer muss das Glücksgefühl halten. Dann kommen wir wieder- zum VfB Stadionkonzert.“

Michael, Robin und David (v.l.) aus Göppingen finden Helene Fischer super. Foto: Barbara Wollny

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Erstellt:
5. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Februar 2018, 06:00 Uhr

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