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U-21-EM

Schlagerfans geben Ton an

Der Freiburger Luca Waldschmidt und der Augsburger Marco Richter überzeugen mit ihrem Torriecher – und entmachten kurzzeitig Kabinen-DJ Benjamin Henrichs.

22.06.2019

Von SID

Und wieder einmal entwischt Top-Torjäger Luca Waldschmidt vom SC Freiburg dem Serben Miroslav Bogosavac (unten). Foto: Eibner

Nach der erneuten Tor-Gala verwandelten Luca Waldschmidt und Marco Richter die Kabine wieder kurz in eine Mallorca-Disco. „Marco und Luca zuliebe haben wir den Song natürlich gespielt“, sagte Kabinen-DJ Benjamin Henrichs über das Lied vom „Bierkapitän“, das nach dem titelreifen 6:1 (3:0) bei der U-21-EM gegen Serbien durch die Katakomben hallte. Sogar der „echte“ Kapitän Jonathan Tah sang kurz mit: „Mein Geschmack ist das nicht. Aber wenn jeder glücklich ist, bin ich auch glücklich.“

Waldschmidt und Richter hatten sich die Erfüllung ihres Musikwunsches redlich verdient. Die beiden Schlager-Fans geben bei der EM bislang den Ton an und haben maßgeblichen Anteil daran, dass die deutsche U21 heißester EM-Titelkandidat ist. Vier Tore hat der Freiburger Waldschmidt als bester Turnier-Torjäger auf dem Konto, Richter folgt mit drei Treffern. „Die Jungs haben im Moment einen Lauf“, sagte DFB-Trainer Stefan Kuntz.

Dennoch hob der DFB-Trainer nach dem höchsten EM-Sieg einer deutschen U21 mahnend den Zeigefinger. „Wir sind noch nicht im Halbfinale“, betonte der Coach. Allerdings müsste es mit dem Teufel zugehen. Gegen Österreich braucht das DFB-Team am Sonntag (21 Uhr/ZDF) in Udine noch einen Punkt zum Gruppensieg und der Olympia-Qualifikation. Sogar eine knappe Niederlage könnte reichen. „Wir haben zwei Spiele gewonnen. Aber wenn wir das am Sonntag verdaddeln, fahren wir am Montag nach Hause. Und dann wickelt man mit den tollen Schlagzeilen der letzten Tage schnell den Fisch ein“, sagte Kuntz.

Doch das wollen Waldschmidt und Co verhindern. Der 23-Jährige, der in Italien schon mit Lazio Rom in Verbindung gebracht wurde, passt perfekt in die Spielidee des Trainers. „Wir als U21 wollen die Leute daheim begeistern und stolz machen. Luca ist die Personifizierung dessen“, sagte Kuntz und schickte ein Lob an Trainer Christian Streich nach Freiburg: „Dort haben sie Luca entwickelt. Er ist zum Führungsspieler geworden.“ Und zum Torjäger.

Dafür nimmt die U21 derzeit auch musikalische Experimente in Kauf – fast wie vor zwei Jahren, als der damalige Torhüter Julian Pollersbeck mit seinen nicht immer jugendfreien „Fiderallala“-Zeilen den Teamgeist befeuerte. sid

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Erstellt:
22. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Juni 2019, 06:00 Uhr

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