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Jahresbilanz der Lebensmittelkontrolleure

Schimmel ist eher ein krasser Fall

Bei 43 Prozent der Kontrollen in Gaststätten und Bäckereien wurden 2016 Verstöße entdeckt. Einige wenige waren schwerwiegend.

16.03.2017

Von Renate Angstmann-Koch

Jahresericht 2017 der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Tübingen

Jahresericht 2017 der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Tübingen

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Gegen zwei Betriebsinhaber und einen Koch einer anderen Gaststätte wurden ebenfalls Bußgeldverfahren eingeleitet, weil hygienische Missstände in der Küche herrschten und eine Vielzahl an verdorbenen Lebensmitteln entdeckt wurden. Bei richtig durchgeführten Eigenkontrollen hätten die Betriebsinhaber und das Küchenpersonal die verdorbenen Lebensmittel schon längst erkennen und entsorgen müssen. Dies erfolgte jedoch nicht. Bild: Landratsamt. Bild: Landratsamt
„Verschimmelte Spaghetti“, ... Bild: Landratsamt
... ein „ekelerregender Frischkäsedip“, „stark angeschimmelte weiße Schokolade“ ... Bild: Landratsamt
... und auch „angeschimmelte Himbeeren“ lagerten in den Kühleinrichtungen. Angeordnete künftige Eigenkontrollmaßnahmen und ein entsprechender Umgang mit Lebensmittel sorgen jetzt in der Gaststätte dafür, dass dieser Fall sich zukünftig nicht wiederholt. Bild: Landratsamt
Bei einer Regelbetriebskontrolle wurden in einer Gaststätte verschiedene Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittelhygiene festgestellt. Derart massiv verbrannte Bratpfannen, eine so stark verunreinigte Fritteuse, einen so verschmutzter Backofen oder einen so fettverschmutzten Wasserhahn sieht ein Lebensmittel-kontrolleur auch nicht alle Tage. Es wurde sofort die Grundreinigung der Küche angeordnet. Bei der baldigen Nachkontrolle waren die hygienischen Verstöße in der Küche beseitigt. Neue Bratpfannen und eine neue Fritteuse waren mittlerweile angeschafft worden. Gegen den Betriebsinhaber wurde aufgrund der festgestellten Verstöße ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Bei einer Regelbetriebskontrolle wurden in einer Gaststätte verschiedene Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittelhygiene festgestellt. Derart massiv verbrannte Bratpfannen, eine so stark verunreinigte Fritteuse, einen so verschmutzter Backofen oder einen so fettverschmutzten Wasserhahn sieht ein Lebensmittel-kontrolleur auch nicht alle Tage. Es wurde sofort die Grundreinigung der Küche angeordnet. Bei der baldigen Nachkontrolle waren die hygienischen Verstöße in der Küche beseitigt. Neue Bratpfannen und eine neue Fritteuse waren mittlerweile angeschafft worden. Gegen den Betriebsinhaber wurde aufgrund der festgestellten Verstöße ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Bei einer Regelbetriebskontrolle wurden in einer Gaststätte verschiedene Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittelhygiene festgestellt. Derart massiv verbrannte Bratpfannen, eine so stark verunreinigte Fritteuse, einen so verschmutzter Backofen oder einen so fettverschmutzten Wasserhahn sieht ein Lebensmittel-kontrolleur auch nicht alle Tage. Es wurde sofort die Grundreinigung der Küche angeordnet. Bei der baldigen Nachkontrolle waren die hygienischen Verstöße in der Küche beseitigt. Neue Bratpfannen und eine neue Fritteuse waren mittlerweile angeschafft worden. Gegen den Betriebsinhaber wurde aufgrund der festgestellten Verstöße ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Bei einer Regelbetriebskontrolle wurden in einer Gaststätte verschiedene Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittelhygiene festgestellt. Derart massiv verbrannte Bratpfannen, eine so stark verunreinigte Fritteuse, einen so verschmutzter Backofen oder einen so fettverschmutzten Wasserhahn sieht ein Lebensmittel-kontrolleur auch nicht alle Tage. Es wurde sofort die Grundreinigung der Küche angeordnet. Bei der baldigen Nachkontrolle waren die hygienischen Verstöße in der Küche beseitigt. Neue Bratpfannen und eine neue Fritteuse waren mittlerweile angeschafft worden. Gegen den Betriebsinhaber wurde aufgrund der festgestellten Verstöße ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Bei einer Regelbetriebskontrolle wurden in einer Gaststätte verschiedene Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittelhygiene festgestellt. Derart massiv verbrannte Bratpfannen, eine so stark verunreinigte Fritteuse, einen so verschmutzter Backofen oder einen so fettverschmutzten Wasserhahn sieht ein Lebensmittel-kontrolleur auch nicht alle Tage. Es wurde sofort die Grundreinigung der Küche angeordnet. Bei der baldigen Nachkontrolle waren die hygienischen Verstöße in der Küche beseitigt. Neue Bratpfannen und eine neue Fritteuse waren mittlerweile angeschafft worden. Gegen den Betriebsinhaber wurde aufgrund der festgestellten Verstöße ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Bei einer Regelbetriebskontrolle wurden in einer Gaststätte verschiedene Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittelhygiene festgestellt. Derart massiv verbrannte Bratpfannen, eine so stark verunreinigte Fritteuse, einen so verschmutzter Backofen oder einen so fettverschmutzten Wasserhahn sieht ein Lebensmittel-kontrolleur auch nicht alle Tage. Es wurde sofort die Grundreinigung der Küche angeordnet. Bei der baldigen Nachkontrolle waren die hygienischen Verstöße in der Küche beseitigt. Neue Bratpfannen und eine neue Fritteuse waren mittlerweile angeschafft worden. Gegen den Betriebsinhaber wurde aufgrund der festgestellten Verstöße ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Bei einer Routinekontrolle wurden in einem Restaurant vielfältige lebensmittelrechtliche Verstöße festgestellt. Im dieser Betriebstätte wurden verschiedene Lebensmittel unsachgemäß gelagert. Geschnittenes Gemüse wurde in einem Sieb direkt auf einem Bodenabfluss abgestellt. Bild: Landratsamt
Fischrogen wurde bei + 5°C eine Woche im Kühlhaus gelagert, obwohl der Hersteller auf der Verpackung eine maximale Lagerdauer von einem Tag bei + 6°C angibt. Der Inhaber hatte sich diese Angaben noch nie angesehen. Er gab vor Ort an, dass er das schon immer so macht und diese Vorgaben nicht kennt. Bild: Landratsamt
Der Inhaber hatte sich diese Angaben noch nie angesehen. Er gab vor Ort an, dass er das schon immer so macht und diese Vorgaben nicht kennt. Bild: Landratsamt
Unterschiedliche Lebensmittelbedarfs-gegenstände waren verunreinigt sowie beschädigt und es bestand die unmittelbare Gefahr, dass Lebensmittel kontaminiert werden oder auch Fremdkörper in zubereitete Speisen gelangen. Bild: Landratsamt
Auch die Sanitäranlagen, wie die Personaltoilette und das Handwaschbecken, wiesen starke Verunreinigungen auf. Bild: Landratsamt
Die Personalbekleidung wurde unsachgemäß gelagert und war teilweise stark verunreinigt. Einige Lebensmittel und Lebensmittelbedarfsgegenstände wurden gleich vor Ort entsorgt. Es wurde ein Bußgeldverfahren sowie eine lebensmittelrechtliche Anordnung eingeleitet. Nachkontrollen erfolgten zeitnah. Es wurden vor Ort Beratungen durchgeführt, was auf positive Resonanz stieß. Durch erhöhtes Engagement seitens des Betreibers sowie personeller Umstrukturierung wurde eine deutliche Verbesserung des Hygienestatus erreicht. Zudem wurde ein unabhängiges Institut engagiert, das jetzt den Hygienestatus regelmäßig kontrolliert. Bild: Landratsamt
Bei einer Routinekontrolle in einer weiteren Speisegaststätte wurden ebenso Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittelhygiene festgestellt. So befanden sich im Kühlraum angeschnittene Würste, deren Schnittflächen eingetrocknet und die Oberflächen der Wursthüllen angeschimmelt waren. Bild: Landratsamt
Gerätschaften wurden in einer Kunststoffwanne gelagert, die mit einem bräunlich-schmierigen Belag verunreinigt war. Bild: Landratsamt
Die in Gebrauch befindliche Hackklotz-Bürste war erheblich verunreinigt und zudem angerostet. Bild: Landratsamt
Der Hackklotz selbst wies tiefe Spalten auf, in denen sich bereits Fett und Holzmehlreste angesammelt hatten. Auch in diesem Fall wurde gegen den Betriebsinhaber ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Nach einer Verbraucherbeschwerde wurde ein Restaurant unverzüglich kontrolliert. Die Beschwerdeführerin hatte im Vorfeld angegeben, dass bei mehreren Personen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftraten, nachdem sie verschiedene Speisen vom Buffet verzehrt hatten. Daher wurden verschiedene Lebensmittel als Verdachtsprobe erhoben. Eingelegtes Schweinefleisch wurde als nicht sicher und als ungeeignet für den menschlichen Verzehr beurteilt. Garnelen wurden ohne ausreichenden Schutz vor Kontamination vorrätig gehalten. Sushi-Reis wurde ohne Kühlung bevorratet und damit als ein nachteilig beeinflusstes Lebensmittel beurteilt. Bild: Landratsamt
Weiterhin wurde bei der Kontrolle auch festgestellt, dass die Betriebsräume in einem sehr unsauberen Zustand waren. So waren zum Beispiel die Reinigungsgerätschaften sehr stark verfettet und verunreinigt. Bild: Landratsamt
Mit diesen Schrubbern oder Besen konnte nun wirklich nicht mehr gereinigt, sondern nur noch Schmutz verteilt werden. Lebensmittelbehältnisse standen direkt auf dem Fußboden. Im Kühlraum waren die Behältnisse, in denen leicht verderbliche Lebensmittel lagerten, verunreinigt. Ein alter Gemüsehobel aus Holz war offenporig und schwarz verunreinigt. Bild: Landratsamt
Ein Kunststoffschneidebrett war stark zerschlissen und nicht mehr reinigungsfähig. Bild: Landratsamt
Eine stark verschmutzte, grüne Straßenmülltonne befand sich in den Küchenräumen beim Spülbereich. Aufgrund der zahlreichen Hygienemängel wurde die sofortige Grundreinigung der Betriebsräume angeordnet. Diverse zerschlissene Bedarfsgegenstände wurden noch vor Ort entsorgt. Weiterhin wurde gegen den Betreiber aufgrund der beanstandeten Lebensmittel, sowie der abgenutzten Bedarfsgegenstände, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bei einer sehr zeitnah durchgeführten Nachkontrolle waren dann die hier aufgeführten Mängel behoben. Bild: Landratsamt
Amtliche Kontrollen sind grundsätzlich während der üblichen Betriebs- und Geschäftszeiten durchzuführen. Dies bedeutet, dass diese in einigen Betrieben - insbesondere in Schankwirtschaften - auch zu später Stunde erfolgen, wenn diese erst abends oder nachts geöffnet werden. Bild: Landratsamt
Hierbei mussten die Lebensmittelkontrolleure vermehrt feststellen, dass bei guter Ausleuchtung eklatante Mängel in der Reinigung der Getränkegläser sichtbar wurden. Bild: Landratsamt
Da die Kontrollen überwiegend noch kurz vor oder direkt bei Eröffnung der jeweiligen Betriebsstätte stattgefunden haben, konnten die Missstände noch im Beisein der Kontrolleure beseitigt werden. Bild: Landratsamt
Selbst der eine oder andere Betreiber war allerdings ganz offensichtlich über den Zustand in seiner Einrichtung überrascht, wenn der Betrieb mit einer guten Taschenlampe besichtigt wird. Sämtliche Missstände wurden nach den Kontrollen beseitigt und es wurde zugesichert, dass man erkannte Schwachstellen zukünftig sorgfältig reinigt. Bild: Landratsamt
Wer den Verbrauchern „Mirinda“ als „Fanta“, „Zitronenlimonade“ als „Sprite“ und „Tafelwasser“ als „Mineralwasser“ verkauft, der muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. So geschah es auch nach einer amtlichen Kontrolle einer Gaststätte. Laut Lebensmittelinformationsverordnung (VO (EU) 1169/2011) dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein und hierdurch den Verbraucher täuschen. Bei der Nachkontrolle waren die irreführenden Angaben in der Getränkekarte beseitigt. Bild: Landratsamt
Wer den Verbrauchern „Mirinda“ als „Fanta“, „Zitronenlimonade“ als „Sprite“ und „Tafelwasser“ als „Mineralwasser“ verkauft, der muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. So geschah es auch nach einer amtlichen Kontrolle einer Gaststätte. Laut Lebensmittelinformationsverordnung (VO (EU) 1169/2011) dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein und hierdurch den Verbraucher täuschen. Bei der Nachkontrolle waren die irreführenden Angaben in der Getränkekarte beseitigt. Bild: Landratsamt
Wer den Verbrauchern „Mirinda“ als „Fanta“, „Zitronenlimonade“ als „Sprite“ und „Tafelwasser“ als „Mineralwasser“ verkauft, der muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. So geschah es auch nach einer amtlichen Kontrolle einer Gaststätte. Laut Lebensmittelinformationsverordnung (VO (EU) 1169/2011) dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein und hierdurch den Verbraucher täuschen. Bei der Nachkontrolle waren die irreführenden Angaben in der Getränkekarte beseitigt. Bild: Landratsamt
Wer den Verbrauchern „Mirinda“ als „Fanta“, „Zitronenlimonade“ als „Sprite“ und „Tafelwasser“ als „Mineralwasser“ verkauft, der muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. So geschah es auch nach einer amtlichen Kontrolle einer Gaststätte. Laut Lebensmittelinformationsverordnung (VO (EU) 1169/2011) dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein und hierdurch den Verbraucher täuschen. Bei der Nachkontrolle waren die irreführenden Angaben in der Getränkekarte beseitigt. Bild: Landratsamt
Ähnliches wurde auch im Rahmen einer Probenahme in einer Speisegaststätte festgestellt. In diesem Fall wurden in der Speise-/Getränkekarte die Produkte „Johannisbeersaft“ und „Kirschsaftschorle“ angegeben. Bei den tatsächlich verwendeten Produkten handelte es sich jedoch um „Johannisbeernektar“ und „Sauerkirsch-Nektar“ (Letzteres als Bestandteil des angegebenen Kirschsaftschorles). Bild: Landratsamt
Weiterhin war in der Karte bei zwei Spaghetti-Gerichten die Verwendung von „Parmesan“ angegeben. Ein Parmesan-Käse befand sich jedoch nicht im Warenbestand. Stattdessen wurde ein geriebener, getrockneter Hartkäse verwendet.
Gegen den Betreiber der Gaststätte wurde wegen der irreführenden Angaben ebenso ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Bei einer Kontrolle in einer Bäckereifiliale wurde festgestellt, dass das Schubfach der Brotschneidemaschine, in welche die Brosamen fallen, als Müllbehälter verwendet wird. Aus Bequemlichkeit bückte sich die Verkäuferin lieber und zog - das sich meist verkantende - Fach auf, statt weitere 5 Meter zum Mülleimer zu gehen oder sich alternativ einen Mülleimer näher zu stellen. Dies und weitere Mängel, die bei der Kontrolle ebenfalls festgestellt wurden, führten zu einem Bußgeldverfahren. Bild: Landratsamt
Bei einer Regelbetriebskontrolle wurden in einer Bäckerei verschiedene Mängel in der Betriebs-, Produktions- und Lebensmittel-hygiene festgestellt. Es wurden schadhafte Bedarfsgegenstände, wie z.B. eine Kunststoff-schüssel mit stark ausgebrochenem Rand und erheblich verbrauchte Kunststoffmatten, die als Backunterlagen dienen, verwendet. Bild: Landratsamt
Auch in den Lagerräumen fehlte ein eigenes Kontrollsystem. Es wurden mehrere bereits überlagerte Rohstoffe in den Regalen vorgefunden. Diese waren umgehend zu entsorgen. Bild: Landratsamt
Auch der Spülbereich der Kistenwaschanlage wies starke Verunreinigungen im Decken- und Wandbereich auf. Massive Probleme bestanden auch in der Schädlingsbekämpfung. Bild: Landratsamt
Der Betreiber versuchte den vorhandenen Schadnagerbefall in Eigenregie zu beseitigen.
Bei den von ihm selbst aufgestellten Fallen handelte es sich um eine Bandbreite unterschiedlicher Fallentypen. Bild: Landratsamt
Aufgestellt waren eine Plastikbox mit einem Fraßköder, eine Schlagfalle und eine Lebendfalle mit Lachs. Allein der Erfolg blieb aus. Bild: Landratsamt
Es wurde eine sofortige Grundreinigung der gesamten Produktionsstätte, die Entfernung der selbst aufgestellten Fallen und die Beauftragung eines professionellen Schädlingsbekämpfers angeordnet. Bei der zeitnahen Nachkontrolle waren die hygienischen Missstände beseitigt. Gegen den Betriebsinhaber wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Bild: Landratsamt
Ein Verbraucher biss beim Verzehr von einer Pasta mit Gemüse auf ein Metallteil und meldete daraufhin den Vorfall mit einem Bild der Lebensmittelüberwachung. Bei der anschließenden Betriebskontrolle in der Gaststätte konnte zwar die Ursache hierfür nicht eindeutig ermittelt werden, aber es wurden andere Mängel festgestellt, welche zu einem Bußgeldverfahren führten. Bild: Landratsamt
Bei der Lebensmittelüberwachung ging eine Verbraucherbeschwerde wegen in Laugengebäck eingebackener Folienstücke ein. Diese wurden beim Verzehr des Laugengebäcks festgestellt und lösten beim Verbraucher einen Brechreiz aus. Bild: Landratsamt
Bei einigen der abgegebenen bemängelten Lebensmittel konnten dagegen keine Abweichungen nach der Untersuchung festgestellt werden. Hierzu zählten z.B. Rotwein, der zu Übelkeit geführt haben soll oder Orangen, die mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein sollten, dies aber nicht nachgewiesen werden konnte. Bild: Landratsamt
Bei einer Abnahmekontrolle in einer Ausgabeküche zeigte sich, dass die Beratungen zum Thema Hygiene und Lebensmittelsicherheit immer öfter sehr positiv umgesetzt werden. Bild: Landratsamt
In einer neuen Einrichtung einer Gemeinschaftsverpflegung wurden glatte und abwaschbare Möbel eingebaut. Fußböden, Wände und Decken sind leicht zu reinigen. Bild: Landratsamt
Handwaschbecken mit Flüssigseife und Einmalhandtücher wurden an geeigneten Standorten installiert und an den zu öffnenden Fenstern wurden Insektengitter montiert.
So wurden ideale Voraussetzungen dafür geschaffen, eine gute Lebensmittelhygiene im laufenden Betrieb zu gewährleisten. Bild: Landratsamt
Bei dieser Kontrolle gab es somit nichts zu beanstanden, ganz im Gegenteil, den verantwortlichen Betreibern wurde ein Lob ausgesprochen. Bild: Landratsamt
Ein weiteres positives Beispiel zeigt eine neue Kindergartenküche, welche sehr zweckmäßig eingerichtet wurde und die rechtlichen Anforderungen auch auf kleinem Raum vorbildlich erfüllt. Bild: Landratsamt
Ein weiteres positives Beispiel zeigt eine neue Kindergartenküche, welche sehr zweckmäßig eingerichtet wurde und die rechtlichen Anforderungen auch auf kleinem Raum vorbildlich erfüllt. Bild: Landratsamt
Ein weiteres positives Beispiel zeigt eine neue Kindergartenküche, welche sehr zweckmäßig eingerichtet wurde und die rechtlichen Anforderungen auch auf kleinem Raum vorbildlich erfüllt. Bild: Landratsamt
Die Abnahmekontrolle eines Eismobils veranlasste den zuständigen Kontrolleur auch in diesem Fall zu einem Lob. Der Inhaber eines örtlich ansässigen Eiscafes hatte einen ehemaligen Backwarenverkaufswagen umgebaut. Bild: Landratsamt
Dieser wurde komplett neu eingerichtet und mit einem Doppelspülbecken ausgestattet, dass je nach Gegebenheiten vor Ort sowohl mit einem externen Wasseranschluss oder auch mit einem Frischwasser- und einem Abwassertank betrieben werden kann. Bild: Landratsamt
Zur Warmwasserbereitung wurde ein Durchlauferhitzer eingebaut. Dieser kann ebenfalls entweder an eine externe Stromversorgung angeschlossen werden oder auch mittels eines auf dem Fahrzeug mitgeführten Stromaggregates, das im Bedarfsfall auch die Kühltheke versorgt, betrieben werden. Bild: Landratsamt
So ist unabhängig von den Gegebenheiten am jeweiligen Verkaufsort stets eine Wasser- und Stromversorgung gesichert. Bild: Landratsamt
In vorangegangenen Betriebskontrollen wurden in einer Bäckereifiliale wiederholt Hygienemängel festgestellt. Ein wesentlicher Grund hierfür war der bestehende Platzmangel. So wurden aufgrund der eng begrenzten Verhältnisse die belegten Brötchen und die Butterbrezeln auf dem Spültisch als Arbeitsfläche vorbereitet. Die Einsicht, dass dies eigentlich kein geeigneter Arbeitsplatz ist, war aber bereits vorhanden. Bild: Landratsamt
Bäckereifiliale: Durch die einfache Lösung einer passenden Abdeckung des gesamten Spülbereichs wurde eine saubere Arbeitsfläche geschaffen und so zudem eine klare zeitliche Trennung der Arbeitsschritte „Spülen“ und „Brötchen belegen“ gewährleistet. Bild: Landratsamt
Oft werden alte Gewölbekeller als Lebensmittel- und Lebensmittelbedarfs-gegenständelager verwendet. In den meisten Fällen ist die bauliche Substanz allerdings schlecht und bringt Hygieneprobleme mit sich, da Feuchtigkeit, sich lösende Bestandteile und Schädlinge ein Kontaminationsrisiko darstellen. In einem Imbiss wurde nun ein solcher Gewölbekeller ausgebaut und renoviert. Bild: Landratsamt
In diesem Fall wurde in Zusammenarbeit mit der Lebensmittelüberwachung konsequent auf eine saubere und langfristige Lösung hingearbeitet. Bild: Landratsamt
Trockene, saubere und leicht zu reinigende Decken und Wände wurden hier durch Engagement seitens des Betreibers geschaffen und bilden nunmehr die Basis für eine gute zukünftige Grundhygiene. Bild: Landratsamt

Schimmelige Spaghetti, verdorbene Doradenfilets, nach Schwefel stinkendes Bier: Die Kontrolleure und Amtstierärzte des Tübinger Landratsamts stießen im vergangenen Jahr in Lebensmittelbetrieben zum Teil auf Zustände, die Gästen und Kunden den Appetit verderben und schlimmstenfalls auch ihre Gesundheit gefährden konnten. 43 Prozent der 3162 Kontrollen im Kreis förderten Verstöße gegen das Lebensmittelrecht zutage. Doch die meisten waren eher harmlos: Es handelte sich um kleine Hygienemängel, falsche Kennzeichnungen oder fehlende Eigenkontrolle etwa von Vorräten, die längst hätten weggeworfen werden müssen.

Verbrannte Bratpfannen

Meist waren die Fachleute des Landratsamts routinemäßig im Einsatz, gelegentlich aber auch auf Verbraucherbeschwerden hin. Bei zwei Prozent aller Kontrollen gab es aber Sanktionen wie Verwarnungsgeld oder Bußgeldverfahren, in einem Fall auch ein Strafverfahren. 64 Mal ordneten die amtlichen Kontrolleure Einschränkungen im Verkauf oder Betrieb an. Sie zogen auch 971 Proben hauptsächlich von Lebensmitteln. Etwa ein Fünftel von ihnen wurden beanstandet. In 17 Fällen waren Lebensmittel nicht zum Verzehr geeignet. Zwei Proben wurden sogar als gesundheitsschädlich eingestuft.

In einer Gaststätte stießen die Kontrolleure etwa auf stark verschmutzte Küchengeräte wie Bratpfannen, Fritteusen oder Backöfen. Hier wurde nicht nur eine Grundreinigung der Küche, sondern auch ein Bußgeld fällig. Gegen zwei Inhaber und ein Koch eines anderen Lokals wurde ebenfalls Bußgeldverfahren eingeleitet, weil es in der Küche hygienische Missstände gab und viele verdorbene Lebensmittel – so etwa verschimmelte Spaghetti und Himbeeren. Sie hätten längst weggeworfen werden müssen.

Sammlung von Mausefallen

Auch in einem anderen Restaurant fanden die Kontrolleure unsachgemäß gelagerte Lebensmittel. Geschnittenes Gemüse war direkt auf einem Bodenabfluss abgestellt, Fischrogen zu lang im Kühlhaus gelagert – nämlich eine Woche, obwohl auf der Verpackung höchstens ein Tag angegeben ist. Der Inhaber sagte, er habe sich diese Angaben noch nie angesehen. Eine Bäckereifiliale versuchte, Mäusebefall in eigener Regie zu beseitigen, und stellte eine ganze Bandbreite verschiedener Fallentypen auf.

Viele positive Beispiele

Die Kontrolleure hatten aber auch Grund, sich über gelungene Beispiele für besondere Sorgfalt bei der Lebensmittelverarbeitung zu freuen – so etwa über optimal eingerichtete Gemeinschaftsküchen. Auch imponierte ihnen bei der Abnahme ein Eismobil, zu dem ein örtliches Eiscafé einen ehemaligen Backwarenverkaufswagen umgebaut hatte. Und es gab Beispiele, dass Beratungen fruchteten – so etwa im Fall eines Gewölbekellers, dessen Decken und Wände so hygienisch verkleidet wurden, dass man ohne Bedenken Lebensmittel in ihm lagern kann.

In einer Bäckereifiliale wurden Brötchen und Brezeln früher aus Platzmangel auf dem Spültisch als Arbeitsfläche vorbereitet. Inzwischen gibt es eine Edelstahl-Abdeckung des gesamten Spülbereichs.

Knappes Drittel der Betriebe überwacht

Im Jahr 2016 gab es 3162 amtliche Kontrollen in Lebensmittelbetrieben. Ein knappes Drittel der Betriebe wurde erfasst. Bei 43 Prozent der Kontrollen wurden Verstöße gegen das Lebensmittelrecht festgestellt. Meist handelte es sich um kleine Hygienemängel, ungenügende Eigenkontrolle oder fehlerhafte Kennzeichnungen. Es wurden ein Verwarnungsgeld erhoben und 69 Bußgeldverfahren sowie ein Strafverfahren eingeleitet. Es wurden 971 amtliche Proben vorwiegend von Lebensmitteln gezogen, aber auch von Bedarfsgegenständen, Tabakwaren und Kosmetika. Nur etwas mehr als 21 Prozent aller Proben wurden beanstandet. 17 Lebensmittel waren zum Verzehr nicht geeignet und zwei Proben wurden als gesundheitsschädlich bewertet.

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Erstellt:
16. März 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
16. März 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. März 2017, 01:00 Uhr

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