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Schäferhund und Sittiche ersticken

Scheune, Auto, Wohnmobil werden Raub der Flammen

Eine Scheune, das darin geparkte Wohnmobil und ein Auto brannten am Samstagnachmittag in Mössingen vollständig aus. Der Schaden wird auf bis zu 250.000 Euro geschätzt.

17.04.2011

Von Susanne Wiedmann

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Weil das Auto eines 38-Jährigen Feuer gefangen hat, ist das Haus seiner Eltern in Mössingen am samstag massiv beschädigt worden.

Die Polizei schätzte den Gesamtschaden am Sonntag auf knapp 250.000 Euro.

Der 38-Jährige hatte den Wagen am Samstag vor einer Scheune abgestellt. Wenig später ging das Auto in Flammen auf, die ganze Scheune geriet in Brand ...

... und auch das angrenzende Wohnhaus wurde beschädigt.

Menschen wurden nicht verletzt, aber ein Hund und mehrere Sittiche der Familie kamen bei dem Brand ums Leben.

Ein Sachverständiger soll nun die Ursache klären.

Zur Brandbekämpfung waren die Abteilungen Stadtmitte und Belsen der Feuerwehr Mössingen im Einsatz.

Es war 15.24 Uhr als bei der Leitstelle in Tübingen die Meldung einging, dass ein Fahrzeug in der Mössinger Grabenstraße brennt. Noch weitere Notrufe folgten: Das Feuer hatte auf den Dachvorsprung des Gebäudes übergegriffen. Kurze Zeit später traf die Feuerwehr Mössingen am Brandort ein. Ein Mercedes A-Klasse und das Vordach einer Scheune standen im Flammen.

Innerhalb weniger Minuten bracht die Feuerwehr zwar den Brand im Außenbereich unter Kontrolle. „Doch der Dachvorsprung wirkte wie eine Dunstabzugshaube“, erklärte Thomas Lauria, Sprecher der Mössinger Feuerwehr. Daher fraß sich das Feuer in die Zwischendecke und das Dach der Scheune. Während das Dach über eine Drehleiter abgedeckt und die Glutnester gelöscht werden konnten, beeinträchtigte ein in der Scheune parkendes Wohnmobil die Löscharbeiten an der Zwischendecke. Obwohl es stark beschädigt war, ließ es sich jedoch noch starten und aus der Scheune fahren. Danach konnte das Feuer der Zwischendecke bekämpft werden.

Zugleich durchsuchten die Wehrleute das komplett verrauchte Gebäude. Ein Hund wurde vermisst. Der Schäferhund und mehrere Sittiche konnten nur noch tot geborgen werden. Die Tiere, die in der Scheune untergebracht waren, sind erstickt.

Nach den bisherigen Ermittlungen stellte der 38-jährige Sohn der dort wohnenden Familie sein Mercedes vor der Scheune ab, als er nach einer Fahrt von der Alb zurückgekehrt war. Wenige Minuten später bemerkte er einen Brandgeruch. Als er nach seinem Auto sah, stellt er fest, dass es im Heckbereich brannte. Der Gebäudeschaden wird auf 150 000 bis 200 000 Euro geschätzt, denn auch das angrenzende Wohnhaus wurde erheblich beschädigt. Die Fahrzeuge haben laut Polizei einen Wert von etwa 50 000 Euro. Zudem schmolzen durch die große Strahlungshitze am gegenüberliegenden Gebäude des Nachbarn die Rollladen.

Um die Ursache des Brandes zu erforschen, wurden – von der Staatsanwaltschaft angeordnet – Brandsachverständige hinzugezogen. Im Einsatz waren die Abteilungen Stadtmitte, Belsen und Talheim mit insgesamt 55 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen sowie die Schnelleinsatzgruppe des DRK Mössingen und ein Rettungswagen des DRK Tübingen. 25 Trupps waren unter Atemschutz gesetzt, der Gerätewagen Atemschutz aus Lustnau war dazu an die Einsatzstelle beordert worden. Ein Feuerwehrmann wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung über Nacht in einer Klinik überwacht. Die Familie wurde vom Roten Kreuz betreut und kann zunächst bei Verwandten unterkommen.

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Erstellt:
17. April 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
17. April 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. April 2011, 12:00 Uhr

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