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Schauspielerin Diana Amft über ihren Weg zur Fachfrau für Komödien
Diana Amft spielt häufig in Komödien die Dreharbeiten dafür sind aber nicht immer witzig. Foto: dpa
„Habe mich durchgekämpft“

Schauspielerin Diana Amft über ihren Weg zur Fachfrau für Komödien

Schauspielerin Diana Amft hat es zum gefragten Star für Komödien gebracht. Im Interview erklärt sie, warum der Weg dorthin hart war.

19.08.2016
  • CORNELIA WYSTRICHOWSKI

Berlin. In der Komödie „Wir tun es für Geld“ geht es um eine Scheinehe. War es schwer beim Dreh mit Ludger Pistor und Florian Lukas ernst zu bleiben?

DIANA AMFT: Das Team hat vom Humor her gut zusammengepasst. Aber grundsätzlich machen sich die Leute glaube ich ein falsches Bild von Komödien-Dreharbeiten. Mancher wäre enttäuscht, wie ruhig es an so einem Set zugeht. Es ist nicht so, dass man sich in den Drehpausen benimmt, als hätte man einen Clown gefrühstückt (lacht).

Und wie war es in der Szene, in der Sie einem Lauscher geräuschvoll einen Liebesakt vortäuschen?

AMFT: Gerade solche Szenen sind eine Gratwanderung. Wenn man dabei als Schauspieler beim Drehen zu albern wird, wirkt alles am Ende nur noch lächerlich. Komödiendreharbeiten sind sehr handwerklich, das ist knallharte Technik und erfordert viel Konzentration.

Wann haben Sie Ihre Neigung fürs komische Fach entdeckt?

AMFT: Auf der Schauspielschule. Man hat mir ins Zeugnis geschrieben, dass ich ein Talent für Komödie habe. Danach habe ich versucht, das auf der Bühne auszureizen und zu gucken, wo die Grenzen sind. Ich habe zum Beispiel den Kobold Puck in Shakespeares „Sommernachtstraum“ gespielt, das war sehr lustig.

Sie gelten seit „Doctor's Diary“ als Fachfrau für Komödien . . . 

AMFT: Es ist schon etwas dran, dass man in Deutschland viel in Schubladen denkt. Wenn man als Schauspieler erfolgreich ein Fach bedient, kommen da mehr Angebote auf einen zu als aus einer anderen Richtung. Umso schöner finde ich es, wenn mir auch ernsthaftere Rollen angeboten werden. Für die Rolle in der Krimiserie „Josephine Klick“ zum Beispiel war ich unglaublich dankbar, weil ich da andere Seiten zeigen konnte.

Zu Beginn Ihrer Karriere sah es nicht danach aus, dass Sie später so gefragt sein würden: Sie haben einige Absagen kassiert, bevor man Sie an einer Schauspielschule annahm.

AMFT: Zwölf, um genau zu sein.

Wieso haben Sie sich nicht entmutigen lassen?

AMFT: Das weiß ich auch nicht. Ich hatte ja schon eine abgeschlossene Ausbildung als Justizfachangestellte, aber das war nur für die Sicherheit. Eigentlich wollte ich schon immer Schauspielerin werden. Als ich mit der Ausbildung fertig war, habe ich ganz von vorne angefangen, bin ohne Geld und ohne alles in eine Sechser-WG gezogen und habe mich durchgekämpft. Wenn ich das jetzt mit Abstand betrachte weiß ich nicht, ob es Kampfgeist war, der Glaube an mich selber oder vielleicht auch ein Stück weit Naivität.

Denken Sie heute mit Genugtuung an die Leute zurück, die Sie damals haben abblitzen lassen?

AMFT: Nicht wirklich. Ich bin kein Mensch, der schlechte Energie mit sich rumschleppt. Allerdings waren auf zwei Schauspielschulen zwei Frauen wirklich böse, und ich musste nach dem Vorsprechen echt heulen. Eine aus der Prüfungskommission hat mich so richtig ausgelacht, als ich meine Rollen vorgespielt habe; sie ist desinteressiert aufgestanden, hat gegähnt und ihre Haare gerichtet. Das war übel, richtig respektlos. Bei den beiden habe ich schon damals gedacht: „Ich werde es schaffen, früher oder später.“

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19.08.2016, 06:00 Uhr
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