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Stuttgart

Scharmützel am Rande der "Demo für alle"

Tausende protestierten in Stuttgart gegen sexuelle Vielfalt im Bildungsplan. Linke Gruppen versuchten eine Blockade, es gab Gerangel und Festnahmen.

12.10.2015
  • DPA

Stuttgart Bei neuen Demonstrationen von Gegnern und Befürwortern der grün-roten Landespolitik zur Gleichstellung von Homo- und Heterosexuellen ist es in Stuttgart zu Rangeleien gekommen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um radikale Linke von der Störung einer Kundgebung von Bildungsplangegnern abzuhalten, wie ein Sprecher gestern mitteilte. Mehr als 5000 Demonstranten hatten sich auf dem Schillerplatz versammelt, um gegen "Sexualisierung" des Schulunterrichts im Südwesten zu protestieren.

Nach Polizeiangaben versammelten sich an mehreren Stellen der Stadt Hunderte Gegendemonstranten. Sie errichteten auch eine Straßenblockade an der Konrad-Adenauer-Straße, um die Teilnehmer der "Demo für alle" des Aktionsbündnisses "Für Ehe und Familie" an ihrem Marsch zu hindern. Am Rande der Demonstrationen kam es laut Polizei zu "einzelnen Scharmützeln" zwischen Linken und Personen, die zur rechten Szene gehörten. Es gab acht Festnahmen.

Die Landesregierung hat einen Aktionsplan beschlossen, der die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung eindämmen soll. Zudem sieht der neue Bildungsplan vor, dass von 2016 an im Unterricht stärker über sexuelle Vielfalt gesprochen wird.

Die Publizistin Birgit Kelle auf Seiten der Kritiker sagte der "Schwäbischen Zeitung", Grün-Rot habe den Bildungsplan zwar entschärft. Aber: "Wir sind leider noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt." "Das grün-rote Ziel, Baden-Württemberg zum Vorreiter für sexuelle Vielfalt zu machen, bleibt unverändert", sagte Hedwig von Beverfoerde, Initiatorin der Demo.

Scharmützel am Rande der "Demo für alle"
Streitthema sexuelle Vielfalt: Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun. Foto: dpa

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12.10.2015, 12:00 Uhr
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