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Schaler „Rigoletto“ in Schenkenberg

16.08.2016
  • GOTTFRIED LOTHAR

Schenkenberg. Seit 2010 gehört die Oper Schenkenberg zu den Sommer-Opernbühnen in der Schweiz. War es zuerst für Bizets „Carmen“ eine tolle Stierkampfarena, die in Schinznach-Dorf im Kanton Aargau aufgebaut worden war, folgte 2013 für Verdis „Il trovatore“ ein ebenso furioser V-förmiger Tribünen- und Bühnenbau in einem Gartencenter. Für den diesjährigen „Rigoletto“ wählte das Team um Intendant Peter Bernhard als Spielort eine riesige Turnhallen-Anlage in Brugg-Windisch, vor der das erstmals sonderbar uninspirierte Bühnenbild nicht recht passen will.

Vier Wochen vor der Premiere wurde Regisseur Jan Michael Hartmann gegen Giancarlo del Monaco ausgetauscht, weil Hartmanns Inszenierungsansatz offenbar zu intellektuell war. Altmeister del Monaco liebt es simpler. Man steht in prachtvollen Kostümen meist dekorativ rum und singt. Beziehungen, Spielorte und Räume werden kaum bis gar nicht sichtbar gemacht. Die Männer grapschen und bewegen eindeutig die Hüften, während die Frauen sich das gegen Geld gefallen lassen – das kann es nicht gewesen sein.

Doch immerhin gab es noch Rigoletto (mit prächtiger Stimme: Anoo- shah Golesorkhi) und seine Tochter Gilda (traumhaft höhensicher: Sen Guo), die gegen diese Art von Theater vehement anspielten. Und auch Sparafucile (Petar Naydenov mit sattem Bass) und Maddalena (Larissa Schmidt) versuchten, das Beste aus den Vorgaben zu machen. Intendant Bernhard selber sang den Duca, womit er niemandem einen Gefallen getan hat. Der von Valentin Vassilev glänzend präparierte Herrenchor war prima, und die Tontechnik tat ihr Bestes, um die Singenden und das ins Bühnenbild integrierte Orchester unter der sich steigernden Leitung von Giuliano Betta in Einklang zu bringen.

Doch der schale Gesamteindruck blieb, wozu auch der verspätete Vorstellungsbeginn, die um Applaus heischende Begrüßung und die Signal-Fanfaren aus „Fidelio“ und „Tannhäuser“ ein Übriges beitrugen.

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16.08.2016, 06:00 Uhr
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