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Herzogenaurach

Schaeffler setzt bei Börsengang auf Salamitaktik

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler drosselt sein Tempo beim Börsengang. Zugleich zwingt das schwierige Börsenumfeld nach dem VW-Abgas-Skandal das Unternehmen zu Abschlägen beim Ausgabepreis, räumte gestern ein Unternehmenssprecher ein.

06.10.2015
  • DPA

Herzogenaurach Statt 166 Millionen will die AG zunächst nur 66 Mio. Aktien am Markt platzieren. Die Schaeffler-Familienholding will zunächst nur 9 Millionen statt der geplanten 100 Mio. Anteilsscheine an die Börse bringen, behält sich aber vor, demnächst weitere 24,2 Millionen Aktien zu platzieren.

Schaeffler will bei seinem nun für diesen Freitag geplanten Börsengang bis zu 1,05 Mrd. EUR einnehmen. Die Preisspanne für die zunächst 75 Mio. Aktien liege bei 12 bis 14 EUR, teilte das Unternehmen mit. Der Vorstand habe vor Bekanntwerden des Abgas-Skandals, der mit den Autowerten den gesamten Aktienindex Dax auf Talfahrt schickte, noch mit einem höheren Preis kalkuliert, hieß es in Firmenkreisen.

Die übrigen stimmrechtlosen Schaeffler-Vorzugaktien sollen nach einer marktüblichen Sperrfrist auf den Markt kommen. Man hoffe, dass sich bis dahin die Märkte beruhigt haben und ein Preis für die Papiere erzielt werde, der dem Wert der Schaeffler AG entspreche. "Wir haben dann die Flexibilität, den zweiten Schritt zu gehen, ohne den ganzen aufwendigen Prozess des Börsengangs durchlaufen zu müssen", sagte ein Sprecher. Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen zum Schuldenabbau dienen.

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06.10.2015, 12:00 Uhr
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