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Fifa stellt Blatter kalt

Sanktion auch gegen Uefa-Chef Platini - Forderungen nach Neuanfang

Joseph Blatter und Michel Platini dürfen 90 Tage lang kein Amt im Fußball ausüben. Blatter hält sich für unschuldig, Platini will kämpfen

09.10.2015
  • DPA

Zürich Der Fußball-Weltverband Fifa hat seinen Präsidenten Joseph Blatter und Uefa-Chef Michel Platini für 90 Tage suspendiert. Während Blatter ankündigte, Urlaub in seinem Heimatkanton Wallis zu machen, will Platini sich wehren. Beide wollen sich gegen die Sperre wehren, die ihrer Ansicht nach jeder Grundlage entbehrt.

Die Sanktionen gegen Blatter und Platini sind die Resultate der Ermittlungen der Ethik-Untersuchungskammer, detaillierte Gründe darf das Gremium nicht veröffentlichen.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte vor zwei Wochen ein Strafverfahren gegen Blatter unter anderem wegen des Verdachts der "ungetreuen Geschäftsbesorgung" eingeleitet. Im Kern geht es um eine Millionen-Zahlung an Platini und TV-Geschäfte mit dem früheren FIFA-Vize Jack Warner, der WM-Rechte für die Karibik für 600 000 Dollar und damit deutlich unter dem Marktwert erhalten haben soll.

Blatter geht jedoch davon aus, dass er nach 90 Tagen wieder amtiert. "Er wurde jetzt fußballerisch gesagt an die Seitenlinie gestellt und er wird in 90 Tagen wieder da sein, denn er muss den großen Fifa-Kongress vorbereiten", sagte sein Anwalt gestern. Am 26. Februar soll sein Nachfolger gewählt werden.

Die Suspendierung des FIFA-Präsidenten Joseph Blatter ist nach Einschätzung von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) eine gute Nachricht für den Fußball und alle Fans. "Endlich die Rote Karte für #Blatter", schrieb Maas am Donnerstag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Nach Einschätzung des Ministers könne diese Maßnahme allerdings nur der Anfang einer Reform beim Fußball-Weltverband sein.

Drastischer drückte sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach aus: "Was heute passiert ist, ist der absolute Super-Gau, dass wir an der wichtigsten Stelle des Weltfußballs nun eine Führungslosigkeit haben", sagte Niersbach. "Die Zukunft kann nur gemacht werden ohne Sepp Blatter."

Aber auch ohne Platini? Er will um seine Kandidatur als Fifa-Präsident kämpfen. Zwar ist er nun nicht automatisch aus dem Rennen. Allerdings müsste er eine Prüfung durch die Wahlkommission überstehen - schwer vorstellbar, dass dies als suspendierter Uefa-Präsident gelingen würde.

Sanktion auch gegen Uefa-Chef Platini - Forderungen nach Neuanfang
Echte Freunde kann niemand trennen: Joseph Blatter (l.) und Michel Platini im Mai dieses Jahres nach der Wiederwahl Blatters als Fifa-Präsident. Foto: EPA/Patrick Kraemer

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09.10.2015, 12:00 Uhr
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