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San Bernardino: Verbindung zu IS entdeckt

Das Täterpaar von San Bernardino soll Kontakte zu radikalislamischen Kreisen gehabt haben, auch zum IS. Dennoch ist das Motiv noch nicht ganz klar.

05.12.2015
  • PETER DE THIER

Washington. Die Massenschießerei im kalifornischen San Bernardino, bei der 14 Menschen ermordet und 21 zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden, hat womöglich einen islamistischen Hintergrund. Wie FBI-Ermittler bestätigen, hatte Tashfeen Malik, die Ehefrau des Todesschützen Syed Farook, über soziale Medien Kontakte zu Vertretern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Nach bisherigen Erkenntnissen lägen aber keine Beweise dafür vor, dass die Massenschießerei vom IS organisiert und vorbereitet wurde. Vielmehr deuteten die Indizien auf eine "Selbstradikalisierung" der Täter hin.

Zuvor hatten Ermittler bestätigt, dass Farook selbst ebenfalls Kontakte zu radikalislamischen Kreisen gepflegt hatte, sowohl in den USA als auch im Nahen Osten. Laut FBI wurden entsprechende Korrespondenzen auf seinem Mobiltelefon, außerdem auf der Festplatte eines Computers in seiner Wohnung. Das Paar verfügte außerdem über ein immenses Arsenal an Waffen und Sprengsätzen. Allein in der Wohnung fand die Polizei zwölf Rohrbomben und mehr als 4500 Schuss Munition für Pistolen, Sturmgewehre und langläufige Waffen.

Für einen Terroranschlag sprechen auch drei zusammengebundene Rohrbomben, die das Paar am Tatort hinterlassen hatte. Diese waren an einem fahrbaren Untersatz befestigt und mit einem Zünder versehen, der aber nicht detonierte. Die Fernbedienung für die Bombe fand die Polizei in dem Fluchtwagen der beiden Täter.

Unklar bleibt weiterhin, inwieweit auch private Motive eine Rolle gespielt haben könnten. Nach Darstellung von Jennifer Thalasinos, der Witwe des getöteten Nicholas Thalasinos, habe ihr Mann, ein Kollege des Schützen, mit diesem häufig über religiöse Fragen gestritten, über Muslime geschimpft und versucht, Farook zum Christentum zu bekehren. Gleichwohl halten Experten es für unwahrscheinlich, dass ein Streit am Arbeitsplatz das einzige Motiv hinter dem Massenmord gewesen sein kann. "Der Anschlag wurde wochenlang, wenn nicht monatelang präzise vorbereitet", sagt Ex-FBI-Mitarbeiterin Mary O Toole. US-Justizministerin Loretta Lynch hält es für möglich, "dass es sich aus eine Mischung aus Terrorismus und privaten Motiven handelte".

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05.12.2015, 08:30 Uhr
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