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Positive Kokain-Tests erschüttern die NHL

Saisonstart der nordamerikanischen Eishockey-Liga von Drogendebatte überschattet

Zum NHL-Saisonauftakt geht es weniger um das Sportliche. Die Liga räumt ein, dass der Rauschgiftkonsum gestiegen ist, ein Superstar scheint in eine Vergewaltigung involviert. Stürmer Draisaitl wurde indes versetzt.

07.10.2015
  • DPA

Boston Die Liste der Titelkandidaten ist lang, die Anzahl der deutschen Profis nach der Ausbootung von Leon Draisaitl hingegen übersichtlich. Die Vorfreude auf den Start der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL ist spürbar. Doch vor dem Auftakt heute (Ortszeit) erschüttert abseits des Sportlichen auch eine Drogen-Debatte die Liga. Zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass der Kokain-Konsum unter den Cracks steigt.

"Die Zahl der positiven Kokain-Tests ist höher als in den vergangenen Jahren und sie geht weiter nach oben", sagte Bill Daly. Der stellvertretende Liga-Commissioner war umgehend um Schadensbegrenzung bemüht. "Ich will nicht naiv klingen, aber ich wäre geschockt, wenn es mehr als 20 Spieler sind. Allerdings kann ich es nicht genau sagen, wir testen nicht umfassend", sagte Daly.

Die Liga führt pro Saison rund 2400 Doping-Tests durch. Ein Drittel dieser Urin-Proben wird zudem auf Kokain oder den gelegentlichen Konsum anderer Drogen hin untersucht. "Die Spielergewerkschaft hatte das Thema bereits während der vergangenen Saison angesprochen. Ich nehme kein Kokain und war auch noch nie dabei, wenn jemand etwas genommen hat", sagte Deutschlands größter Star in Übersee, Christian Ehrhoff von den Los Angeles Kings. Aus deutscher Sicht steht vor allem der bärenstarke Verteidiger im sportlichen Fokus. Abwehrkollege Dennis Seidenberg von den Boston Bruins fällt wegen eines Bandscheibenvorfalls voraussichtlich noch bis Ende November aus. Ehrhoff ist neben Seidenberg, dem Füssener Torhüter Thomas Greiss (NY Islanders), Tobias Rieder (Arizona), und Philipp Grubauer (Washington) einer von zunächst nur fünf NHL-Deutschen.

Deutschlands größtes Talent ist zum Beginn gar nicht dabei. Der bereits als kommender NHL-Superstar gehandelte Draisaitl wurde von den Edmonton Oilers überraschend zunächst in die unterklassige AHL nach Bakersfield geschickt. Dort soll sich der 19-Jährige auf DEL-Niveau als Leistungsträger beweisen und im Laufe der Saison gestärkt in die NHL zurückkommen. "Wir wollen, dass er eine lange Karriere bei den Oilers hinlegt. Anstatt nur zwölf Tage, soll er zwölf Jahre für uns spielen", begründete der neue Oilers-Chefcoach, Todd McLellan.

Die Liga hat neben dem gestiegenen Kokain-Konsum derweil noch eine weitere Sorge. Seit nunmehr zwei Monaten beschäftigt der Fall Patrick Kane die NHL. Der Superstar des US-Eishockeys und dreimalige Stanley-Cup-Champion von Meister Chicago Blackhawks soll Anfang August eine Frau vergewaltigt haben. Bei einer Untersuchung wurden DNA-Spuren des Stürmers auf den Schultern und unter den Fingernägeln des vermeintlichen Opfers gefunden. Kane beteuert seine Unschuld. "Ich habe nichts Falsches getan", sagte er und entschuldigte sich bei Familie, Mitspielern, Verein und Fans für die "unglaubliche Ablenkung". Die Untersuchungen dauern an, Anklage wurde bislang nicht erhoben. Zum Saisonauftakt gegen die New York Rangers wird Kane jedenfalls auf dem Eis stehen.

Chicago zählt neben Vizemeister Tampa Bay oder den Anaheim Ducks auch wieder zu den Titel-Anwärtern. Ehrhoff sieht jedoch "viele Teams, die sich Chancen ausrechnen". Dazu gehört auch sein neuer Arbeitgeber, die L.A. Kings. Dort hat der Verteidiger für ein Jahr unterschrieben und hofft nach der Verletzungsmisere in Pittsburgh auf einen Neuanfang.

Saisonstart der nordamerikanischen Eishockey-Liga von Drogendebatte überschattet
Trägt bei den New York Islanders die Nummer 1: Thomas Greiss. Foto: afp

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07.10.2015, 12:00 Uhr
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