Schnee bremst Fahrt der Kleinbahn aus

SSB lässt Tazzelwurm in der Halle stehen

Die Stuttgarter Straßenbahnengesellschaft musste die Eröffnungsfahrt ihrer Kleinbahnen wegen des Wintereinbruchs verschieben.

26.03.2013

Von ELKE HAUPTMANN

Stuttgart Für die Stuttgarter Straßenbahnengesellschaft (SSB) ist es ihre inzwischen dritte Saison als Betreiber der Kleinbahn, die bereits seit 1939 zu den städtischen Attraktionen gehört. Das städtische Verkehrsunternehmen hofft auf ein ähnlich gutes Jahr wie 2012, als rund 220 000 Fahrgäste mit den von den Dampfloks "Tazzelwurm" und "Springerle" oder den Dieselloks "Blitzschwoab" und Schwoabapfeil" gezogenen Zügle durch den gärtnerisch prachtvoll angelegten Höhenpark fuhren.

Die Preise für die Killesbergbahn bleiben in dieser Saison unverändert: Kinder bis sieben Jahre bezahlen 1,50 Euro, Erwachsene drei Euro. Neu sind die Gruppentickets für zehn, 15 oder 20 Personen sowie das Jahresticket für Erwachsene (50 Euro) und Kinder (30 Euro). Werktags und bei weniger günstigem Wetter wird mit Diesel gefahren, sonn- und feiertags und bei trockenem Wetter mit Dampf. Wenn es stark regnet, findet kein Betrieb statt.

Nachdem die vier Lokomotiven in den vergangenen Jahren runderneuert wurden, sind nun die 14 originalen Freiluft-Fahrgastwagen aus dem Jahr 1939 an die Reihe. Sie werden nach und nach in der SSB-Hauptwerkstatt überholt. Da die Killesbergbahn vier Reservewagen hat, können die Arbeiten auch im Sommerhalbjahr fortgesetzt werden.

Der erste Waggon, für Gehbehinderte mit Klappwänden und umklappbaren Sitzen ausgestattet, präsentiert sich bereits wie neu: Ausgetauscht oder überholt wurden Räder, Achslager, Bremsgestänge, Bremszylinder, Ventile, die Elektrik für die Beleuchtung, die Lautsprecheranlage, die Befestigung für die Handgriffe und die Absperrketten. Schließlich bekam der Wagen noch eine frische Lackierung und ein neues Dach. Auch an der Strecke selbst wurde gearbeitet: Rund 300 Meter Gleise der insgesamt 2100 Meter langen Parkbahn wurden in der Winterpause erneuert. Mit Killi, dem von der Kabarettistin Martina Brandl erfundenen Fabeltier, das auf dem Killesberg zuhause ist, hat die Bahn ein Maskottchen erhalten.

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Erstellt:
26. März 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
26. März 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. März 2013, 12:00 Uhr

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