Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Filderbahnhof

SPD wirft Hermann Mangel an Transparenz vor

Minister wusste früh von den Plänen für weniger IC-Halte – ohne die Öffentlichkeit zu informieren.

10.02.2018
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Im Januar hatte der Ulmer SPD-Verkehrsexperte Martin Rivoir in dieser Zeitung auf Pläne der Bahn aufmerksam gemacht, die Fernverkehrsanbindung des geplanten S-21-Flughafenbahnhofs auf den Fildern an die Neubaustrecke in Richtung Ulm/München massiv abzuspecken. Was folgte, war ein breiter politischer Aufschrei, der die Bahnspitze in Berlin schließlich dazu brachte, die Überlegungen der DB Fernverkehr zurückzunehmen.

An die brisanten Informationen war Rivoir mittels einer parlamentarischen Anfrage an die Landesregierung gelangt, die Verkehrsminister Winfried Hermann in Rücksprache mit der Bahn beantwortet hatte. In seinem damaligen Schreiben hatte der Grünen-Politiker betont, dass die Landesregierung gegenüber DB Fernverkehr kritisch darauf hingewiesen habe, dass deren abgespeckten Pläne „hinter dem Betriebsszenario als Grundlage des Finanzierungsvertrags und den Ankündigungen in der Schlichtung zurückbleiben“.

Der SPD-Politiker hakte mit einer weiteren Anfrage nach. So wollte er wissen, seit wann Hermann Kenntnis von den Bahn-Plänen hatte. Die Antwort liegt nun vor – und sorgt bei Rivoir für ziemliche Verärgerung. Denn die Arbeitsgruppe, die den Fahrplan nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke abstimmt, und in der das Verkehrsministerium vertreten ist, war offenbar frühzeitig im Bilde.

„Kenntnis von der konkreten Anzahl der von DB Fernverkehr geplanten Zughalte am Flughafenbahnhof erhielt die Arbeitsgruppe im August des Jahres 2017, aber bereits frühere Planungsstände ließen erkennen, dass DB Fernverkehr auf eine systematische Bedienung des Flughafenbahnhofs verzichten wollte“, schreibt Hermann. Sein Haus habe dies „frühzeitig kritisiert“.

Öffentlich gemacht aber hat Hermann den Konflikt erst auf Nachfrage von Rivoir. Der Minister begründet dies damit, dass man vereinbart habe, bei Konflikten zunächst Lösungen innerhalb der Arbeitsgruppe zu suchen.

Der Ulmer SPD-Abgeordnete Rivoir zweifelt dagegen an dessen Autorität: „Herr Hermann hätten die skandalösen Pläne früh öffentlich machen müssen, um gleich den Druck zu erzeugen, den er mangels Autorität als Minister gegenüber der Bahn offenbar nicht hat.“ Roland Muschel

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

10.02.2018, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular