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Parteien

SPD will mit Doppelspitze aus dem Tief kommen

In der Führungsfrage haben nun die Mitglieder die Entscheidung. Der Partei steht ein zeitraubender Kraftakt bevor.

25.06.2019

Von ELLEN HASENKAMP

Die kommissarischen Parteivorsitzenden der SPD, Manuela Schwesig (von links) Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer, Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz, beantworten nach der Sitzung des Parteivorstands der SPD im Willy-Brandt-Haus Fragen von Journalisten. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Nach ihrem beispiellosen Absturz in Wahlen und Umfragen geht die SPD bei der Kür der neuen Parteiführung neue Wege. Künftig wird auch eine Doppelspitze möglich sein, wie der Vorstand am Montag beschloss. Zudem sollen nun die Mitglieder die Wahl treffen, der Parteitag Anfang Dezember soll die Entscheidung dann nur noch formal nachvollziehen.

Eine Doppelspitze sei zwar „kein Allheilmittel“, aber „die SPD braucht Kraft“, sagte die kommissarische Parteichefin Malu Dreyer. „Dazu muss es möglich sein, dass sich zwei die große Aufgabe teilen.“ Die Parteistatuten sollten entsprechend geändert werden. Konkrete Bewerbungen gab es zunächst weiter nicht.

Auf die SPD kommt nun ein Mammutverfahren zu. Fest stehen wird die neue Parteispitze wohl erst im Spätherbst. Auf eine zweimonatige Bewerbungsphase sollen 20 bis 30 Regionalkonferenzen folgen, auf denen sich die Kandidaten vorstellen. Antreten können sie einzeln oder in Teams, wobei die Duos immer aus mindestens einer Frau bestehen müssen, wie Ko-Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel sagte. Das Ergebnis des Mitgliederentscheids soll am 26. Oktober verkündet werden. Die dritte Ko-Parteichefin Manuela Schwesig sagte, die Partei erhoffe sich von der Mitgliederbeteiligung eine „lebendige Debatte“. Ebenfalls auf dem Dezember-Parteitag will die SPD auch über die Halbzeit-Bilanz der Großen Koalition entscheiden.

Auch der Koalitionspartner CDU arbeitete unterdessen an seiner Aufstellung im Regierungsbündnis. Die Parteispitze bekräftigte ihre Ablehnung jeglicher Form von Zusammenarbeit mit der AfD, der sie eine Mitverantwortung für die Todesumstände des CDU-Politikers Walter Lübcke gab. Zum neuen Bundesgeschäftsführer machte Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nicht ihren Vertrauten Nico Lange, sondern den 45-jährigen Stefan Hennewig, langjähriger Mitarbeiter der Parteizentrale.

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Erstellt:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 06:00 Uhr

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