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Stuttgart

SPD: Schulen sollen auch Herkunftssprache unterrichten

Zuwandererkinder in Baden-Württemberg sollten aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion in staatlichen Schulen auch in ihrer Herkunftssprache unterrichtet werden.

09.07.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Wenn Kinder die Sprache ihrer Eltern richtig beherrschten, falle ihnen auch das Deutschlernen leichter, sagte Fraktionschef Andreas Stoch unter Hinweis auf Erkenntnisse der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die Potenziale der Herkunftssprache würden bisher nicht genutzt, monierte Doro Moritz, Landeschefin der Lehrergewerkschaft GEW.

Unterricht in Sprachen wie Türkisch, Russisch oder Arabisch sei auch eine Form von Wertschätzung, «wo die Märkte der Welt nicht nur Englisch sprechen», ergänzte SPD-Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei.

Die SPD-Fraktion will, dass die Effekte des herkunftssprachlichen Unterrichts zunächst in Form eines fünfjährigen Schulversuchs an 90 Schulen getestet werden. Und zwar überall dort, wo Bedarf bestehe, so Fulst-Blei. Die Kosten bezifferte er auf zwei Millionen Euro. Aktuell besuchten 38 500 Kinder im Land den herkömmlichen Unterricht an Konsulaten in 14 Sprachen. Ziel sei es, diesen letztlich in staatliche Verantwortung zu übernehmen, so Stoch. «Sprachförderung muss zur Kernkompetenz unseres Bildungssystems werden.»

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09.07.2018, 13:42 Uhr | geändert: 09.07.2018, 13:00 Uhr
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