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Nahverkehr

S-Bahn: Ruf nach Lösungen

Kritiker warnen Politik und Planer davor, allein auf die neue Signaltechnik ETCS zu setzen.

22.01.2020

Von DL

Stuttgart. Der grüne Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel warnt davor, bei den Problemen der Stuttgarter S-Bahn allein auf die Einführung des Zugbeeinflussungssystems ETCS zu setzen, die für 2025 geplant ist. Die Bahn und der Verband Region Stuttgart müssten „früher und umfassender“ aktiv werden, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Zum Beispiel müsste die vorhandene Leit- und Sicherungstechnik in den Blick genommen und häufige Störungen behoben werden, Haltezeiten an den Stationen verkürzt, und Stuttgart 21 müsse leistungsfähiger weiterentwickelt werden, so Gastel. „Hierzu gehören zusätzliche Bahnsteiggleise am zukünftigen Hauptbahnhof und der Erhalt der Panoramabahn.“

Der ökologische Verkehrsclub VCD äußerte sich am Dienstag ähnlich und forderte, Teile des Kopfbahnhofs und seiner Zulaufstrecken zu erhalten, um auch künftig genug Kapazitäten bieten zu können. Denn dass ETCS sowohl Verspätungen abbauen als auch zusätzliche Zugfahrten durch den S-Bahn-Tunnel ermöglichen könne, sei eine „Wunschvorstellung“ von Teilen der Politik und der Verkehrsplaner.

Die neue Signaltechnik ETCS, was für European Train Control System steht, soll unter anderem eine schnellere Zugfolge erlauben. Bislang sind auf der angespannten Stuttgarter Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und der Haltestelle Schwabstraße nur 24 Züge pro Stunde und Richtung möglich. Mehr wären aber nötig, denn die Zahl der Fahrgäste wächst stetig, der 15-Minuten-Takt wurde flankierend immer weiter ausgebaut. Häufig kollabiert das fragile System – 2019 erreichten die Pünktlichkeitswerte der S-Bahn – wie berichtet – einen neuen Tiefstand. dl

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Erstellt:
22. Januar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Januar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2020, 06:00 Uhr

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