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Kriegsschiffe im Einsatz

Russland weitet Angriffe in Syrien aus

Syriens Diktator Baschar al-Assad kann auf breite russische Hilfe bauen. Putins Luftwaffe und Marine bombardieren vor allem syrische Rebellengebiete, während Al-Assad dort eine Bodenoffensive startet.

08.10.2015
  • AFP

Beirut Moskaus militärisches Engagement in Syrien hat eine neue Dimension erreicht: Die syrische Armee startete gestern mit Unterstützung der russischen Luftwaffe und Marine eine Bodenoffensive im Zentrum des Landes. Das berichteten übereinstimmend syrische Militärkreise und Aktivisten. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte, Moskau werde das Vorgehen seiner Luftwaffe "mit den Einsätzen der syrischen Armee am Boden" koordinieren. Erstmals bombardierten russische Kriegsschiffe vom Kaspischen Meer aus Ziele. 26 Raketen sind nach Angaben des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu abgefeuert worden.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte zuerst über die Bodenoffensive in der Provinz Hama berichtet: "Zum ersten Mal wurden die Luftangriffe von Kämpfen zwischen Regime-Kräften und Rebellen begleitet", erklärte die oppositionsnahe Organisation. Später sagte ein syrischer Militärvertreter in Damaskus, dass die Armee mit ihren Verbündeten im Norden von Hama eine "breite Bodenoffensive" gestartet habe. Dabei erhielten die Regierungstruppen Unterstützung der russischen Luftwaffe.

Die Armee kämpft dort gegen eine Reihe von oppositionellen Milizen, darunter gemäßigte und islamistische Rebellen, sowie die extremistische Al-Nusra-Front. Eine Militärquelle in Hama sagte, die syrische Armee wolle die "südlichen Gebiete der Provinz Idlib von den nördlichen Teilen von Hama abschneiden". Der Beobachtungsstelle zufolge konzentrierte sich der Einsatz auf die Ortschaft Latmeen. Demnach gab es gestern 37 russische Angriffe auf Ziele in Hama und in Idlib.

In der Provinz Hama versucht nicht die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), sondern eine Allianz der selbsternannten "Eroberungsstreitkräfte", allen voran die Al-Nusra-Front, ihren Machtbereich auszuweiten. Die "Eroberungsstreitkräfte" kontrollieren die Provinz Idlib. Russland steht seit dem Beginn seiner Angriffe in Syrien vor einer Woche in der Kritik, statt des IS vor allem Teile auch der gemäßigten Opposition anzugreifen.

Putin signalisierte in Moskau seine Unterstützung für eine Bodenoffensive in Syrien. Die Luftwaffe seines Landes werde die syrische Offensive "effizient" unterstützen. Er sprach von "komplizierten Anti-Terror-Einsätzen" der Armee.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erklärte, "nur zwei" von bis dato 57 russischen Luftangriffen hätten IS-Zielen gegolten. Er berief sich auf Informationen des türkischen Militärgeheimdienstes. Die anderen Angriffe hätten auf die gemäßigte Opposition gezielt, die von der Türkei und den USA in ihrem Kampf gegen Assad unterstützt werden.

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08.10.2015, 12:00 Uhr
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