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Wagner

Runter vom Grünen Hügel

Die Bayreuther Festspiele starten am Donnerstag und bringen den „Tannhäuser“ auch an den kleinen Teich im Park.

22.07.2019

Von DPA

Katharina Wagner, künstlerische Leiterin der Festspiele. Foto: Nicolas Armer

Bayreuth. Das Festspielhaus thront über Bayreuth. Auf dem Grünen Hügel erhebt sich der Tempel zur Anbetung Richard Wagners über die Stadt, in exponierter Lage und doch irgendwie weit weg vom Alltag der Stadt. Die Bayreuther Festspiele haben, auch weil es jahrzehntelang als quasi unmöglich galt, Tickets zu ergattern, nach wie vor eine elitäre Anmutung. Wenn die Ehrengäste – auch in diesem Jahr wieder angeführt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) – auf dem roten Teppich ankommen, dann waren die Bayreuther bislang eher Zaungäste. Das soll in diesem Jahr nun anders werden – zumindest ein bisschen. „Sie können vorbeikommen, zusehen, miterleben“, sagt Festspiel-Chefin Katharina Wagner. Denn Tobias Kratzer, der Regisseur der neuen „Tannhäuser“-Produktion, bringt Wagners Oper am Donnerstag raus aus dem Festspielhaus und runter vom Hügel.

„Es wird in diesem Jahr eine Besonderheit geben“, sagt Katharina Wagner. „Wir werden den kleinen Teich im Festspielpark in der ersten Pause bespielen. Auch Leute, die keine Eintrittskarte haben, haben damit eine Chance, von den Festspielen etwas mitzubekommen.“

Wie genau das aussehen soll, das sagt sie noch nicht. Nur soviel: Kratzer wird seine Version des „Sängerkrieges auf der Wartburg“ in doppelter Hinsicht nach Bayreuth verlegen. „Es wird grundsätzlich auch das Festspielhaus Thema sein.“ Dabei wird es womöglich auch um die Sicherheitsvorkehrungen gehen, die inzwischen zu Bayreuth gehören wie die Festspiel-Bratwurst: Zaun, Kontrollen, Rucksackverbot.

Ansonsten ist es ruhig in Bayreuth. Nur zwei krankheitsbedingte Umbesetzungen sind bekannt: Weil „Venus“ Ekateria Gubanova sich bei einer Probe verletzte, springt Elena Zhidkova bei der „Tannhäuser“-Premiere für sie ein. Camilla Nylund ersetzt Krassimira Stoyanova, die als Elsa im „Lohengrin“ ausfällt. Zweimal tritt auch Opern-Diva Anna Netrebko als Elsa auf und gibt ihr Debüt auf dem Grünen Hügel.

Auch um die Vergangenheit wird es in diesem Jahr gehen. Am Mittwoch, am Abend vor der Festspielpremiere, ist ein Festakt für Wolfgang Wagner geplant, den 2010 gestorbenen Enkel Richard Wagners und legendären Festspielleiter. Er hätte in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert. dpa

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Erstellt:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2019, 06:00 Uhr

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