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Kommentar „Tatort“

Ruhig mal Neues wagen

Immer gleich diese Aufgeregtheit, wenn mal was nicht ganz so rund läuft. Ja, der letzte Ludwigshafen-„Tatort“ war eine ziemliche Zumutung. Und manchmal verliert man tatsächlich den Durchblick, wenn der Fall allzu kompliziert angelegt ist. Auch das übermäßig thematisierte Privatleben und die Marotten mancher Kommissare können ganz schön nerven. Aber deshalb gleich die ganze Krimi-Reihe in Frage stellen und ihr nahendes Ende prophezeien?

11.03.2017
  • GUDRUN SOKOL

Natürlich hatte der „Tatort“ in seinen bald fünf Jahrzehnten Höhen und Tiefen, mal mehr und mal weniger Zuschauer, beliebte und unsympathische Hauptfiguren. Gelegentlich verkrampft hergestellte Bezüge zu politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Strömungen, die vorne und hinten nicht aufgingen. Doch trotz Krimi-Flut auf allen Kanälen hält sich der „Tatort“ als letztes Lagerfeuer, das uns das Fernsehen noch zu bieten hat. Eine Marke von Qualität, die das Privatfernsehen nicht bieten kann.

Ansporn für Grandioses

22 Teams mit um die 50 Ermittlern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, leistet sich die Reihe. Jede Woche der Blick in eine andere Stadt mit anderen Menschen, Milieus und Mordfällen. Die besten Regisseure, Drehbücher, Autoren und Darsteller, die natürlich ihren Preis haben. Und trotzdem schaffen es die ARD-Anstalten, die Produktionskosten im Rahmen zu halten. Obwohl sie immer wieder Neues wagen und versuchen, die Reihe weiterzuentwickeln. Ohne diesen Ansporn wäre so etwas wie der grandiose Experimental-„Tatort“ „Im Schmerz geboren“ mit Ulrich Tukur 2014 nie entstanden. Und der „Tatort“ würde dafür kritisiert, ständig nur das Gleiche zu machen, langweilig zu werden.

Immer was zum Motzen

Grund zum Motzen findet sich immer – allein schon angesichts des beständigen Angebots an neuen Sonntags-Folgen und nahezu täglich laufenden Wiederholungen auf den dritten Programmen. Dass zuletzt einige Kommissare ihren Dienst quittiert haben, lässt sich schlicht mit natürlichem Schwund erklären: Sie haben einfach ausgedient, ihre Rollen sind erschöpft oder die Darsteller wollen selbst etwas anderes machen.

Anders als hier und da dargestellt gehört Harald Schmidt übrigens nicht in die Reihe der Aussteiger; er hat ja erst gar nicht angefangen. Aus privaten Gründen, wie man ihm gut und gerne glauben darf. Schmidt ist einfach viel zu sehr Profi, als dass es für einen wie ihn irgendeinen anderen Grund gäbe, nicht mit an Bord zu sein, wenn es darum geht, eine der weltweit erfolgreichsten Krimi-Reihen auf ihrem Erfolgskurs zu halten.

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11.03.2017, 06:00 Uhr
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